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EKD-Ratsvorsitzender Schneider: Deutschland darf nicht zum Besatzer Afghanistans werden

Archivmeldung vom 24.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Bundeswehr/Wilke
Bild: Bundeswehr/Wilke

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat die deutsche Politik aufgefordert, den Rückkzug der Bundeswehr aus Afghanistan jetzt konkret anzugehen. "Nach zehn Jahren in diesem Land müssen wir alles tun, damit wir nicht zu Besatzern werden", sagte Schneider der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung Neue Westfälische.

Schneider fügte hinzu: "Jetzt muss die erste Aufgabe sein, den Übergabeprozess an die Autoritäten im Land zu organisieren. Und das muss man auch spüren." Zum Thema Deutsche Einheit sagte der Präses der rheinischen Landeskirche: "Wir brauchen eine Generation, um uns vom Alten zu lösen und uns auf das Neue vorzubereiten." So sei es auch mit der Deutschen Vereinigung. "Aber wir kommen gut voran, etwa bei der Infrastruktur oder der Solidarität. Aber es kann nicht sein, dass Pleitekommunen wie Duisburg oder Wuppertal auch einen Soli-Beitrag zahlen, den sie als Kredit bei der Bank aufnehmen müssen." Das Weihnachtsfest verbringt der EKD-Ratsvorsitzende im Kreise seiner Familie. "Ich freue mich darauf, dass meine Töchter und meine Enkelkinder im Hause sind und für ein ganz anderes Leben sorgen werden. Das heißt, wir feiern Weihnachten in der großen Familie." Schneider: "Ich freue mich sehr darauf."

Quelle: Neue Westfälische

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