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Polens Präsident für erneute Kriegsentschädigung von Deutschland

Archivmeldung vom 29.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Weltweit eine einhellige Meinung, außer in Deutschland und einigen wenigen Staaten die beständig versuchen noch mehr Geld zu erhalten.
Weltweit eine einhellige Meinung, außer in Deutschland und einigen wenigen Staaten die beständig versuchen noch mehr Geld zu erhalten.

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Wenige Tage vor den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen spricht sich der polnische Präsident Andrzej Duda für weitere Kriegsentschädigungen von Deutschland an sein Land aus. Duda sagte "Bild am Sonntag": "Nach meiner Auffassung sind die Reparationszahlungen kein erledigtes Thema." Er verwies auf Gutachten des verstorbenen Alt-Präsidenten Lech Kaczynski, die belegten, "dass die angerichteten Kriegsschäden in Polen nie ausgeglichen wurden".

Die Gutachten beträfen insbesondere die Schäden in der Hauptstadt Warschau, die dem Boden gleich gemacht worden sei. "Auch die Zwischenergebnisse des Expertenteams des Parlaments bestätigen, dass unsere Verluste nicht entschädigt wurden. Es ist dies also eine Frage von Wahrheit und Verantwortung", so Duda. Aktuell prüft eine Expertengruppe des polnischen Parlaments Reparationsforderungen gegenüber Deutschland. Das Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am kommenden Freitag zu den Regierungskonsultationen nach Warschau. Die Staatsoberhäupter von Deutschland und Polen planen im kommenden Jahr eine gemeinsame Gedenkveranstaltung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Duda kündigte an: "Mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe ich verabredet, dass unsere Länder des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges, der durch den Angriff des mit der Sowjetunion verbündeten Deutschlands auf Polen ausgelöst wurde, gemeinsam gedenken."

Seit einigen Monaten würden die Vorbereitungen dafür laufen. Harsche Kritik übte der polnische Präsident an der AfD. Mit Bezug auf die "Vogelschiss"-Äußerung von AfD-Chef Alexander Gauland und die Forderung von AfD-Politiker Björn Höcke nach einer "180-Grad-Wende in der Erinnerungskultur", erklärte Duda: "Kein ehrlicher, aufrichtiger Deutscher, der die Geschichte ernst nimmt, sollte so etwas sagen." Die Verantwortung von Hitler-Deutschland für den Ausbruch des Krieges, für den Holocaust, für die fast sechs Millionen getöteten polnischen Staatsbürger sei offensichtlich. "Die Tatsache, dass bislang keine deutsche Partei die deutsche Schuld in Frage gestellt hat, hat den großen Aussöhnungsprozess zwischen Polen und Deutschland ermöglicht. Dass wir heute so gute Beziehungen haben, verdanken wir der Tatsache, dass wir an die Vergangenheit denken und sie uns eine Mahnung ist", so Duda.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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