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Lambsdorff hält weitere Eskalation im Nahen Osten für möglich

Archivmeldung vom 14.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Alexander Sebastian Léonce Freiherr von der Wenge Graf Lambsdorff (2015)
Alexander Sebastian Léonce Freiherr von der Wenge Graf Lambsdorff (2015)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff glaubt, dass die Lage im Nahen Osten jederzeit weiter eskalieren kann. "Die Raketenangriffe durch die Hamas sind eine Provokation und von bisher nicht dagewesener Größenordnung. Es ist nur der Besonnenheit von Benjamin Netanjahu zu verdanken, dass es noch nicht zu einem Krieg gekommen ist. Die Situation ist ausgesprochen gefährlich und kann jederzeit eskalieren", sagte Lambsdorff der "Heilbronner Stimme".

Premierminister Benjamin Netanjahu sieht er in einer schwierigen Lage: "Der Druck auf Netanjahu, eine Bodenoffensive gegen die Hamas zu starten, ist riesig. Das will er nicht, und das ist auch vernünftig. Der letzte Gaza-Krieg hat viele Menschenleben gekostet, an der politischen Lage aber nichts geändert", so Lambsdorff. Dass die Hamas derartig aufrüsten konnte sei ein Beleg dafür, wie löchrig die sogenannte "Blockade" sei. "Außer der Hamas hat niemand in der Region ein Interesse an einer Eskalation", so der FDP-Politiker. Er rät zur Diplomatie: "Alle, die direkte Drähte zur Hamas haben, sollten nun ganz schnell auf sie einwirken, dass die künftige Unterstützung für Gaza davon abhängt, ob die israelischen Bürger in Sicherheit und Frieden leben dürfen. Und wir Europäer sollten Netanjahu darin bestärken, nicht zu einer Bodenoffensive überzugehen", sagte Lambsdorff.

Den Israelis gebe vor allem ein Umstand sehr zu denken: "Israel hat im Gazastreifen keine Präsenz, weder militärisch noch mit Siedlern. Das Gebiet wurde den Palästinensern mit dem Rückzug vollständig zur Selbstverwaltung überlassen. Das ist ein grundlegender Unterschied zum Westjordanland", so Lambsdorff weiter. Aus israelischer Sicht sei es da besonders kritisch, dass gerade aus der Region, die die Palästinenser selbst verwalteten, Angriffe ausgeführt würden, bei denen Menschen in Israel ums Leben kommen. "Uns allen muss klar sein: Raketen gehen sogar auf die zweitgrößte israelische Stadt nieder. Über 400 Raketen wurden bisher abgefeuert, Hunderttausende Zivilisten aufgefordert, sich in der Nähe von Bunkern oder Schutzräumen aufzuhalten. Leider wird oft auch hier in Deutschland erst berichtet, wenn Israel auf Attacken der Hamas antwortet", so der FDP-Politiker.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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