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Israelischer Botschafter will Entschuldigung von AfD-Politiker Höcke

Archivmeldung vom 18.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Yakov Hadas-Handelsman (2014)
Yakov Hadas-Handelsman (2014)

Foto: StagiaireMGIMO
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, hat den thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke aufgefordert, sich für seine Äußerungen zum Holocaust-Gedenken zu entschuldigen. "Es ist eine Schande, dass unter uns Menschen sind, die falsche Konsequenzen aus der deutschen Geschichte ziehen wollen", sagte Hadas-Handelsman den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Eine Entschuldigung bei allen Opfern des Nationalsozialismus wäre angebracht, zuerst bei den im industriellen Massenmord umgekommenen sechs Millionen Juden." Äußerungen wie von Höcke dürften keinen Platz haben in einem demokratischen Deutschland, das heute für Vielfalt, Toleranz und Freiheit stehe.

Höcke hatte bei einer Veranstaltung der Jungen Alternative in Dresden eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert. Die "dämliche Bewältigungspolitik" lähme die Gesellschaft. Offenbar mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin sagte Höcke: "Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat."

Quelle: dts Nachrichtenagentur