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Türkei steigt aus laufender Finanzierung von Nato-Drohnen-Projekts aus

Archivmeldung vom 21.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
RQ-4 Global Hawk als Kernelement des AGS (gezeigt ist RQ-4A)
RQ-4 Global Hawk als Kernelement des AGS (gezeigt ist RQ-4A)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das milliardenschwere Nato-Projekt zur Anschaffung von Aufklärungsdrohnen (AGS) gerät in immer größere Turbulenzen. Jetzt kündigte die Türkei an, aus der Finanzierung der laufenden Kosten auszusteigen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Die Botschafter Belgiens, Ungarns, der Niederlande und Portugals kritisierten zudem am vergangenen Dienstag im Nato-Rat, dass sich immer häufiger Länder aus verabredeten Projekten zurückziehen. Dieser Trend zur einer Finanzierung "à la carte" sei "mit den Prinzipien der Allianz nicht vereinbar". AGS ist das gemeinsame Nato-Projekt zur unbemannten Luftaufklärung, bei dem die Aufklärungsdrohne "Global Hawk" eingesetzt werden soll. Der deutsche Anteil beträgt 483 Millionen Euro.

Die Drohne "Global Hawk" wurde auf derselben Basis entwickelt wie das in Deutschland erprobte und an der fehlenden Zulassung gescheiterte Modell "Euro Hawk".

Erst am vergangenen Freitag hatte sich Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Berlin optimistisch zur Zukunft des AGS-Projekts geäußert. Auswirkungen des "Euro Hawk"-Debakels auf AGS seien "nicht zu erwarten", heißt es in einem Papier des Verteidigungsministeriums.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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