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Ghanaischer Flüchtlingsaktivist: Armut und Krieg sind wichtigste Fluchtursachen

Archivmeldung vom 27.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kinder in Anamabu Beach in Ghana. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist unter 16 Jahre alt.
Kinder in Anamabu Beach in Ghana. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist unter 16 Jahre alt.

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der ghanaische Flüchtlingsaktivist Aminu Munkaila hat dem von einigen EU-Staaten erhobenen Vorwurf widersprochen, Bundeskanzlerin Angela Merkel hätte mit ihrer Politik Fluchtanreize geschaffen. "Allein 2015 haben über 2700 flüchtende Menschen ihr Leben auf dem Mittelmeer verloren. Die Flüchtlinge riskieren alles, sie leiden immens. Mit Anreizen der Aufnahmeländer hat ihre Flucht nichts zu tun. Sie fliehen wegen Krieg oder Hunger", sagt Munkaila der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland". Armut ist nach seiner Überzeugung "definitiv eine der wichtigsten Fluchtursachen. Sie muss angegangen werden. Ein anderer Punkt ist Bildung: Manche Familien können es sich nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das darf nicht sein."

Munkaila selbst hat drei Mal versucht, nach Europa zu kommen und wäre fast ertrunken: "Mit all den Erfahrungen, die ich gemacht hatte, war mir klar, dass ich nicht einmal meinem Feind erlauben würde, dieses Experiment zu wiederholen", so der Ghanaer, der die Flüchtlingsorganisation African Development Organisation for Migration (ADOM) in Tamale im Norden Ghanas gegründet hat. "Sie soll die Menschen über die Gefahren der Migration aufklären, ihr Bewusstsein schärfen und ihnen Lebensperspektiven in Ghana verschaffen. Beschäftigungsmöglichkeiten für die jungen Menschen zu schaffen, ist die dringlichste Aufgabe. Wenn es vor Ort eine Möglichkeit gibt, auf einem würdigen Niveau über die Runden zu kommen, genug zu essen zu haben, sich Kleidung und den Gang zum Arzt im Krankheitsfall leisten zu können, warum sollte man dann sein Leben auf der Flucht riskieren?"

Quelle: neues deutschland (ots)

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