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"Gefährlicher Trend": WHO warnt vor Corona-Kreuzimpfung - Gesundheitsminister Spahn empfiehlt sie

Archivmeldung vom 14.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Zentrale der WHO in Genf
Zentrale der WHO in Genf

Foto: Yann Forget
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) spricht derzeit keine Empfehlung für Kreuzimpfungen gegen das Coronavirus aus. Bund und Länder unterstützen weiter die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), nach einer Erstimpfung mit dem Vektor-Vakzin von AstraZeneca bei der Zweitimpfung die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer oder Moderna einzusetzen. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Die Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Soumya Swaminathan, hat sich auf einer Pressekonferenz am Montag in Genf dagegen ausgesprochen, dass Patienten Corona-Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller erhalten. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sagte die indische Kindermedizinerin und Forscherin: "Es handelt sich hier ein bisschen um einen gefährlichen Trend. Wir befinden uns auf einem daten- und belegfreien Gebiet."

Durch eine sogenannte Kreuzimpfung werde es in den Ländern zu einer chaotischen Situation kommen, wenn die Bürger entschieden, wann und wer eine zweite, dritte und vierte Impfdosis bekommt.

Die Expertengruppe der WHO für Impfstoffe hatte im Juni mitgeteilt, dass der Impfstoff von BioNTech/Pfizer als zweite Dosis nach einer ersten Dosis von AstraZeneca verwendet werden könnte, wenn letzterer nicht verfügbar ist.

Laut Angaben von Reuters untersucht derzeit eine klinische Studie unter der Leitung der Universität Oxford in Großbritannien die Kombination der Impfstoffe von AstraZeneca und Pfizer.

Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom, sagte am Montag, dass Firmen wie Pfizer ihre Impfstoffe lieber an die WHO senden sollten, damit die sie unter armen Ländern verteilen könne. Deren ungeimpfte Bürger bräuchten sie dringend gegen die Delta-Variante, sagte Adhanom. Dagegen dränge das amerikanische Pharmaunternehmen Pfizer Regulierungsbehörden in den USA und Europa, die Drittimpfung, sogenannte "Auffrischungen", zu genehmigen. 

Empfehlung der STIKO: Spahn wirbt für Kreuzimpfung

Noch am 2. Juli 2021 hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Kreuzimpfung geworben. Damit war er einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gefolgt, berichtete tagesschau.de. Die STIKO plädierte für den Einsatz eines mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer oder Moderna als Zweitimpfung nach dem Vektor-Impfstoff AstraZenica. Die Gesundheitsminister der Länder wollten sich nach einer Beratung mit dem Bundesgesundheitsminister an die Empfehlung der STIKO halten.

Spahn sagte zu der Kombination von Impfstoffen, dass sie nach wissenschaftlichen Erkenntnissen besonders wirksam sei. Sie biete einen hohen Schutz, ausreichend Impfstoffe seien auch vorhanden. In der Begründung der STIKO hieß es, dass durch die Kreuzimpfung der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung verringert werden könne. Statt der neun bis zwölf Wochen zwischen zwei AstraZenica-Impfungen seien es nur mindestens vier.

Bereits vorher war man in Deutschland dazu übergegangen, Patienten unter 60 Jahren AstraZenica als Zweitimpfung nicht zu verabreichen. Grund hierfür waren einige Thrombose-Fälle, die vor allem bei jungen Frauen aufgetreten waren."


Quelle: RT DE

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