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Neue Bundeswehrmission in Afrika und Asien geplant

Freigeschaltet am 15.11.2019 um 13:07 durch Andre Ott
Die Idee des Imperialismus lebt heute in Form von "Freihandel", "Verschuldung", "Anti-Terror", "Anti-Drogen" und sonstiger Kriege weiter (Symbolbild)
Die Idee des Imperialismus lebt heute in Form von "Freihandel", "Verschuldung", "Anti-Terror", "Anti-Drogen" und sonstiger Kriege weiter (Symbolbild)

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Die Bundeswehr bereitet sich auf zwei neue Auslandsmissionen in Afrika und Asien vor. Frankreich habe Deutschland gebeten, sich am Aufbau einer neuen Kommandoeinheit in Mali zu beteiligen, berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

Im Zuge der Mission "Tacouba" ("Säbel") sollten ab dem kommenden Jahr malische Soldaten zu Spezialkräften ausgebildet werden. Die französischen Pläne sähen vor, dass die Ausbilder die von ihnen trainierten Einheiten auch bei militärischen Operationen begleiten. Dieses sogenannte Mentoring gilt als weitaus gefährlicher als die bisherigen Trainingsmissionen der Bundeswehr. Für den deutschen Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus in Mali könnten bis zu 500 deutsche Soldaten der Bundeswehr entsandt werden, darunter auch Trainer des "Kommandos Spezialkräfte", berichtet das Nachrichtenmagazin weiter.

Noch umstritten sei der Plan, eine deutsche Fregatte ins Südchinesische Meer oder in die 180 Kilometer breite Meerenge zwischen Taiwan und dem chinesischen Festland zu schicken. Das Auswärtige Amt habe die Idee für die maritime Mission angeschoben, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eigene Informationen. Deutschland sitzt derzeit als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat und hat zudem bis Ende des Jahres den Vorsitz im Nordkorea-Sanktionsausschuss übernommen. Die Mission wäre Teil der Sanktionsüberwachung, zugleich aber auch ein Signal an China, das besagte Gewässer größtenteils für sich reklamiert und damit ein Urteil des Internationalen Schiedsgerichtshofs in Den Haag ignoriert. Das Kanzleramt wolle den Bundeswehreinsatz allerdings zunächst nicht weiter vorantreiben, da man die angespannten Beziehungen zu China nicht zusätzlich belasten wolle, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eigene Informationen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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