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Wirtschaftsweiser warnt vor Euro-Präzedenzfall Grexit

Archivmeldung vom 19.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat die Eurogruppe vor einem Euro-Ausscheiden Griechenlands gewarnt. "Der Grexit ist die schlechteste aller Lösungen, weil dadurch ein Präzedenzfall geschaffen würde", sagte Bofinger der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

"Die Märkte wissen dann: Wenn eine neue Drucksituation entsteht, könnte wieder ein Mitglied rausfallen. Das nächste Mal könnten es Italien oder Spanien sein", sagte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. "Die Risiken eines Grexit stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten einer immer noch möglichen einvernehmlichen Lösung", sagte der Währungsexperte. Griechenland brauche "einen stabilen Rahmen für die nächsten vier Jahre, nicht nur für ein Vierteljahr". Einsparungen bei der Rente und eine höhere Mehrwertsteuer würden das Wachstum weiter dämpfen. "Europa muss Griechenland mit einer Wachstumsstrategie helfen", sagte Bofinger.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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