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Vorsitzender der Dimar-Partei Fotis Kouvelis: Stures Sparen vertieft griechische Krise

Archivmeldung vom 11.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Klaus Brüheim / pixelio.de
Bild: Klaus Brüheim / pixelio.de

Scharfe Kritik an der Politik der EU-Troika gegenüber Griechenland hat der Parteivorsitzende der Demokratischen Linken (Dimar), Fotis Kouvelis, in einem Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe) geübt. In schwieriger Zeit fordere die Troika eine Beschleunigung der Reformen, dereguliere den Staat und verschärfe damit die wirtschaftliche Lage des Landes. "Mit ihrer unnachgiebigen Haltung untergräbt sie die Reformen. Unsere europäischen Partner müssen erkennen, dass das einseitige Beharren auf starren Sparmaßnahmen in Griechenland die Krise nur vertieft und reproduziert."

Der Politiker plädiert für ein anderes Herangehen: "Als Demokratische Linke fordern wir einen anderen Weg, den Weg der demokratischen Reformen und fairen Lastenteilung, der die Entwicklung sichert und den Menschen einen Ausblick bietet." Wie Kouvelis einräumt, habe die Krise "auch die Institutionen des Landes beeinflusst und ihre Glaubwürdigkeit zerstört". Sie würden für die aktuelle Situation mitverantwortlich gemacht.

Als größte Gefahr für die Demokratie bezeichnet der Dimar-Voristzende eine soziale Destabilisierung: "Zu ihr gehören gefährliche politische Phänomene wie Rassismus. Wir müssen mit allen Kräften die neonazistische Partei 'Goldene Morgenröte', die die Krise für sich ausnutzt, bekämpfen und isolieren."

Quelle: neues deutschland (ots)

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