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Lichtensteinischer Prinz: "Bankgeheimnis unantastbar"

Archivmeldung vom 15.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Prinz Max von Liechtenstein, Vorstandsvorsitzender der liechtensteinischen LGT-Bankengruppe, hat das strenge Bankgeheimnis in seinem Land verteidígt: ."Der Schutz der Privatsphäre hat im Finanzbereich eine absolut legitime Tradition. Für die Abschaffung eines legitimen Rechts werden Sie bei uns aber keine Mehrheit kriegen", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger."

Wenn das gesetzliche Umfeld einer Bank einen höheren Schutz der Privatsphäre zusichere, sei sie auch gefährdet, Kunden anzuziehen, die das ausnützten. Da sei die LGT aber keine Ausnahme. Max von Liechtenstein fügte hinzu: "Wenn Sie schauen, wie sich die Leistungsträger verhalten, dass jedes Jahr 200 000 Deutsche das Land verlassen, dann sehen Sie, dass der Schutz der Privatsphäre und vernünftige Rahmenbedingungen auch heute hochaktuell sind." Er lehnte die Verantwortung für das Steuerverhalten seiner Kunden ab: "Die Bank hat gar keine Einsicht in das Steuerverhalten der Kunden in deren Heimatländern", sagte von Liechtenstein. Das Fürstenhaus Liechtenstein wolle mit der Europäischen Union ein Abkommen zur Bekämpfung von Betrug geschlossen werden, sagte er der Zeitung weiter. Die Verhandlungen sollen noch in diesem Jahr beendet werden. Der Prinz räumte ein, dass es nach dem Steuerskandal, bei dem Kundendaten der LGT Treuhand gestohlen wurden, zu Abflüssen in Liechtenstein gekommen sei. Auf die gesamte Gruppe bezogen habe die Bank aber allein im ersten Quartal 2008 mehr als eine Milliarde Schweizer Franken an neuen Geldern gewinnen können. "Das hat uns zu einem gewissen Grad selber überrascht", sagte von Liechtenstein.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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