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Altkanzler Schröder zum „Separatisten“ erklärt

Archivmeldung vom 09.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gerhard Schröder (2015)
Gerhard Schröder (2015)

Von Olaf Kosinsky - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45734243

Der deutsche Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist in die Datenbank der berüchtigten ukrainischen Webseite „Mirotworez“ aufgenommen worden. Dies meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf der deutschen Webseite: "Ihm wird vorgeworfen, sich an der Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine vergriffen, „öffentlich bedeutsame Informationen" manipuliert sowie „antiukrainische Propaganda" betrieben zu haben.

Die Webseite führt unter anderem Hyperlinks zu Schröders Äußerungen an, die sie als „antiukrainisch" einstuft.

Die seit 2014 auf Initiative des damaligen Beraters des ukrainischen Innenministers, Anton Geraschtschenko, betriebene Webseite „Mirotworez" (dt.: „Friedensstifter") veröffentlicht Personaldaten von Journalisten, Mitgliedern der Volksmilizen der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie anderer Menschen, die als „Landesverräter", „Separatisten" und „Kreml-Agenten" angesehen werden. Im Frühjahr 2016 hatte die Webseite eine Liste mit Personalangaben von Journalisten, unter anderem auch aus dem Ausland, publik gemacht, die bei den selbsterklärten Volksrepubliken akkreditiert worden waren. Später erhielten einige der denunzierten Journalisten Drohungen.

Die damalige OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien, Dunja Mijatovic, bezeichnete die Veröffentlichung als einen Schritt, der die Sicherheit der Journalisten noch mehr gefährden könnte. Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, übte scharfe Kritik an der Tätigkeit der Betreiber der Webseite. Diese Veröffentlichung sei ein „direkter Aufruf zu einer gewalttätigen Abrechnung mit den Journalisten", sagte sie."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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