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Ukraine und Polen wollen die Pipeline Odessa-Brody wieder in Betrieb nehmen

Archivmeldung vom 02.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flagge der Ukraine
Flagge der Ukraine

Der Premierminister der Ukraine, Mykola Azarov und der Marschall des Senats der Republik Polen, Bogdan Borusewicz, diskutierten die Pläne der zwei Länder, die Nutzung der Pipeline Odessa-Brody wieder aufzunehmen. Die hochrangigen Amtsträger erwähnten auch die Möglichkeit, einen neuen Pipeline-Abschnitt zu bauen. Dieser wird sich vermutlich bis nach Danzig im Norden Polens erstrecken und so einen weiteren Schritt in Richtung der Etablierung einer neuen Route für den Transport von kaspischem Öl in die EU-Länder darstellen.

Während seines Treffens mit Mykola Azarov sagte Bogdan Borusewicz, dass er die Verlängerung der Pipeline Odessa-Brody bis nach Danzig für wahrscheinlich hält. Borusewicz sagte ausserdem, dass für Polen jetzt, da die Menge des durch die Druschba-Pipeline transportierten Öls möglicherweise zurückgehen wird, die Verwirklichung des Projekts an Bedeutung zunimmt. Druschba ist das grösste Pipeline-System der Welt und transportiert Öl aus dem europäischen Teil Russlands in die Ukraine, nach Weissrussland, Polen, Ungarn, in die Slowakei, die Tschechische Republik und nach Deutschland. Der polnische Senatsmarschall wies zudem darauf hin, dass polnische Investoren Ölraffinerien in Litauen gekauft hätten. Insofern gäbe es auch die Möglichkeit des Baus einer Verbindung zwischen der Pipeline Odessa-Brody und der Raffinerie.

"Die ukrainische Seite hat ihren Teil der Pipeline bereits gebaut, Polen hat dies leider noch nicht getan", fügt Borusewicz hinzu. "Ich war erfreut, zu hören, dass die Azarov-Regierung sowohl an der diesbezüglichen polnisch-ukrainischen Kooperation interessiert ist wie auch an anderen Projekten im Bereich der Energiesicherheit."

Am 23. November 2010 hat das Unternehmen Ukrtransnafta die Tests der Pipeline Odessa-Brody in Richtung des Südstrangs der Druschba-Pipeline abgeschlossen. 2009 machte das polnische Pipeline-Unternehmen Sarmatia die Voraussage, dass der Bau der fraglichen Verbindungspipeline die Städte Plotsk und Danzig vor 2012 erreichen würde.

Die Pipeline Odessa-Brody ist eine Rohöl-Pipeline zwischen der ukrainischen Stadt Odessa am Schwarzen Meer und der an der ukrainisch-polnischen Grenze gelegenen Stadt Brody. Die Nutzung und Kontrolle der Pipeline Odessa-Brody hat eine erhebliche geopolitische Bedeutung, da sie einen neuen Weg und damit eine Diversifizierung der Ölversorgung der EU darstellt. Die Pipeline sollte ursprünglich nach Danzig führen, um Öl aus dem Kaspischen Meer (vor allem aus Kasachstan) in den polnischen Ostseehafen und von dort ins restliche Europa zu transportieren.

Quelle: Worldwide News Ukraine

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