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Kieler Ökonom Snower wirbt für EU-Sonderwirtschaftszonen in der Türkei

Archivmeldung vom 20.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Dennis Snower (ifW) und Christoph M. Schmidt (RWI)
Dennis Snower (ifW) und Christoph M. Schmidt (RWI)

Von Johannes Christ - IW-FestakademieUploaded by Magnus Manske, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16238968

Die G20 sollen sich bei ihrem Gipfel in Hamburg weniger auf wirtschaftspolitische Maßnahmen konzentrieren und die Alltagsprobleme der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Das fordert der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, Dennis Snower, im Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag". Snower, der auch die vorbereitende Ideenkonferenz internationaler Think Tanks Ende Mai in Berlin leitet, macht den Staats- und Regierungschefs Mut, außerhalb der gewohnten Bahnen zu denken.

Die EU könne zum Beispiel Sonderwirtschaftszonen in der Türkei fördern, in denen Kriegsflüchtlinge Arbeit finden, statt die Regierung Erdogan dafür zu bezahlen, dass sie Europa das Flüchtlingsproblem "vom Hals schafft". Die derzeitige Politik folge einer "negativen Einstellung". Man könne daraus eine "Win-Win-Win-Situation" für alle machen: "für Flüchtlinge, weil sie in der Nähe ihrer Heimat arbeiten können, für die Türkei, weil ihre Wirtschaft dadurch stimuliert wird, und für die EU, weil die Beschäftigung der Flüchtlinge in der Türkei viel billiger als deren Integration in den Arbeitsmarkt in der EU ist."

Snower regt auch an, sich schon jetzt Gedanken über die Ausbildung von Männern machen. Denn die Zukunft auf dem Arbeitsmarkt gehöre den Frauen. Durch die Digitalisierung verlören Männer viele ihrer traditionellen Berufe. Frauen werden in einer "digitalisierten Welt, in der soziale Kompetenzen gefordert sind, einen riesigen Vorteil" haben. Die Welt erlebe eine "Entkoppelung des wirtschaftlichen vom gesellschaftlichen Fortschritt", analysiert Vordenker Snower. Man müsse "in Zukunft von einer aktiven Arbeitsmarktpolitik zu einer befähigenden wechseln. Der Wohlfahrtsstaat soll zum Befähigungsstaat werden."

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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