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Kasachstan: Bewaffnete stürmen Krankenhäuser in Almaty

Archivmeldung vom 08.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kasachstan auf der Welt
Kasachstan auf der Welt

Foto: TUBS
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Medienberichten zufolge haben bewaffnete Kämpfer zwei Krankenhäuser (Nr.1 und Nr. 7) in der kasachischen Stadt Almaty gestürmt. Der Betrieb wurde gestört und Patienten konnten nicht fachgemäß behandelt werden, meldet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen : "Einen detaillierteren Bericht über die Erstürmung des Krankenhauses Nr. 7 in der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes gab ein Mitarbeiter des Spitals im Gespräch mit SNA.

Demnach forderten bewaffnete Kämpfer medizinische Versorgung für ihre Verwundeten. Sie nahmen das dritte Stockwerk des Krankenhauses unter Beschuss, wo sich die Intensivstation befindet. Patienten oder Mitarbeiter wurde dabei nicht verletzt.

Die bewaffnete Gruppe ließ die Verwundeten in der medizinischen Einrichtung zurück. Mitarbeiter des Krankenhauses alarmierten die Strafverfolgungsbehörden, diese nahmen die Verletzten am Folgetag mit.

Derzeit ist die Aufnahmestation im Krankenhaus außer Betrieb, die Arbeit soll laut Mitarbeitern heute Abend wieder aufgenommen werden. Der Bereich rund um das Krankenhaus wird derzeitig durch das Militär kontrolliert.

Auslöser der schweren Unruhen in Kasachstan war der Unmut über gestiegene Treibstoffpreise. In dem zentralasiatischen Land kommt es seit Tagen zu gewalttätigen Protesten gegen die Regierung. Der Staatschef der ehemaligen Sowjetrepublik, Kassym-Jomart Tokajew, bat das von Russland geführte Militärbündnis Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) um Unterstützung. Das deutsche Auswärtige Amt kritisierte den Einsatz tödlicher Gewalt gegen Zivilisten und Beschränkungen des Zugangs zu Internet und sozialen Medien in Kasachstan. Der kasachische Präsident sprach von einem Angriff lokaler sowie ausländischer „Banditen und Terroristen“, der hunderte Zivilisten und Sicherheitskräfte gefährde, zu Todesopfern geführt und Verwaltungsgebäude sowie persönliches Eigentum der Bürger beschädigt habe."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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