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Finanzterror: Jetzt ist Slowenien an der Reihe

Archivmeldung vom 06.04.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.04.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: politaia.org
Bild: politaia.org

Wie RIA Novosti diese Woche meldete gerät jetzt mit Slowenien ein weiterer Zwergstaat in der Eurozone in Schwierigkeiten. Dem Artikel nach schrieb die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag, dass Slowenien seine Finanzkrise jedoch ohne äußere Hilfen in den Griff bekommen will. Der slowenische Finanzminister Uros Cufer will sein Land nicht dem Beispiel Zyperns folgen und die EU und den IWF um Hilfe bitten.

Bei RIA Novosti heißt es in der Meldung weiter: "Vor einigen Jahren erlebte Slowenien mit seinen zwei Millionen Einwohnern einen Finanz- und Industrieboom. Doch mit der Euro-Krise ging die Nachfrage nach slowenischen Exportwaren stark zurück.

Sloweniens Führung bestreitet Gerüchte über eine schwere Finanzlage. „Wir setzen die Restrukturierung des Kapitals und die Stabilisierung des Finanzsystems fort“, sagte Regierungschefin Alenka Bratusek in der vergangenen Woche. Slowenien könne diese Probleme selbstständig lösen, betonte sie.

Trotz der Äußerungen des Finanzministers und der Regierungschefin erhöhten die internationalen Finanzmärkte die Zinssätze der zehnjährigen Staatsanleihen. Ende der vergangenen Woche stiegen sie auf 6,15 Prozent, was nur etwas geringer als für Portugal (6,49 Prozent) ist, das bereits Hilfsgelder aus Brüssel erhalten hat.

Die drei staatlichen Banken Nova Ljubljanska banka (NLB), Nova Kreditna banka Maribor (NKBM) und Abanka Vipa, auf die zwei Drittel des slowenischen Bankensektors entfallen, sind von faulen Krediten belastet. Die von slowenischen Banken bereitgestellten sieben Milliarden Euro zur Finanzierung der Baubranche und riskanter Fusionen machen 20 Prozent des slowenischen BIP aus. Experten zufolge sind für die Kapitalrestrukturierung der slowenischen Banken ein bis 1,5 Milliarden Euro erforderlich.

Die Ratingagentur Moody’s stufte in der vergangenen Woche die Kreditwürdigkeit der NKBM und vor zwei Wochen die der NBL herab.

Ministerpräsidentin Bratusek hält die Vergleiche mit Zypern für unangebracht. Die Aktiva der zyprischen Banken sind acht Mal höher als das BIP des Landes, während die der slowenischen Banken nur 1,3-Mal höher sind. Zudem ist Slowenien im Unterschied zu Zypern keine Offshore-Zone. Andererseits machen die Zahlungsrückstände von mindestens 90 Tagen 19 Prozent des BIP aus.

Bis zum Jahresende will Sloweniens Regierung 1,5 Milliarden Euro auftreiben. Doch diese Summe wird sich verdoppeln, falls Slowenien die Kapitalrestrukturierung der Banken finanzieren muss. Experten zufolge muss Slowenien sich jedoch in zwei bis drei Monaten an die EU wenden."

Quelle: RIA Novosti - politaia.org

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