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NATO-Chef: Allianz muss sich stärker gegen China wehren

Archivmeldung vom 13.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Jens Stoltenberg (2015), Archivbild
Jens Stoltenberg (2015), Archivbild

Bild: (CC BY-SA 2.0) by  Stortinget

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ruft die westliche Verteidigungsallianz auf, sich stärker zu engagieren gegen Bedrohungen durch China. "China investiert stark in Nuklearwaffen und Langstreckenraketen, die Europa erreichen können. Die NATO-Verbündeten müssen sich gemeinsam dieser Herausforderung stellen", sagte Stoltenberg der "Welt am Sonntag".

Norwegens ehemaliger Regierungschef richtete zugleich auch direkte Vorwürfe an die Adresse Pekings: "Wir sehen nicht, dass ein NATO-Mitgliedsland unmittelbar bedroht wird. Aber wir stellen fest, dass es sehr ernsthafte Entwicklungen im Südchinesischen Meer gibt." China versuche dort zunehmend, die Bewegungsfreiheit für Schiffe in internationalen Gewässern zu behindern. "Ich bin darüber besorgt."

Er forderte Peking auf, sich an die Regeln zu halten: "Wir glauben an den freien Handel, an die Freiheit der Schifffahrt in internationalen Gewässern und an die Einhaltung von Gesetzen – und das gilt auch für das Südchinesische Meer." Trotz der Spannungen sei die Region aber kein Einsatzort für das Verteidigungsbündnis: "Es gibt keinen Grund, Truppen der Allianz dort hinzuschicken." Der Aufstieg Chinas, so Stoltenberg weiter, "verändert fundamental die globale Machtbalance". Dabei komme China immer stärker "vor die Haustür Europas". Das Reich der Mitte sei in der Arktis, im Mittelmeer und in Afrika präsent und investiere in kritische Infrastruktur in Europa: "Die NATO muss auf diese Entwicklungen antworten, weil sie einen fundamentalen Wandel in der weltweiten Machtbalance darstellt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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