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Jemen: Die größte humanitäre Katastrophe der Welt

Archivmeldung vom 25.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Karte des Jemen
Karte des Jemen

Angesichts der heute in Genf stattfindenden Geberkonferenz für den Jemen warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vor weiteren Vertreibungen. Der Konflikt an der Westküste des Landes werde immer heftiger ausgetragen. UNHCR befürchtet, dass durch die Gewalteskalation bis zu einer halben Million Menschen zur Flucht gezwungen werden und sich dadurch die katastrophale Lage noch verschlimmern könnte.

Vor allem das Gouvernement Taizz ist von heftigen Kämpfen betroffen. Seit Beginn des Jahres sind fast 50.000 Menschen aus Taizz geflüchtet. "Im Jemen herrscht Chaos und Elend", sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. "Bislang ist nur weniger als ein Viertel der für die Hilfe benötigten Gelder eingetroffen." Zu der dringenden internationalen Unterstützung ruft die UNO-Flüchtlingshilfe zusätzlich zu Spenden für den Jemen auf: "Aufgrund der katastrophalen humanitären Situation, des immensen Bedarfs und der drastischen Unterfinanzierung der UNHCR-Hilfe ist jetzt schnelle Unterstützung für den UNHCR gefordert", so Ruhenstroth-Bauer.

Der Jemen ist die größte humanitäre Katastrophe der Welt. Knapp 19 Millionen Menschen sind aktuell auf Hilfe angewiesen, drunter mehr als zehn Millionen, die sofortige lebensrettende Maßnahmen benötigen. Ein großes Problem ist die Versorgung mit Essen: Über 17 Millionen Jemeniten haben keinen sicheren Zugang zu Nahrungsmitteln. Seit Beginn des Jemen-Konfliktes im Jahr 2015 sind insgesamt drei Millionen Menschen vertrieben worden. Eine Million konnte zwar in ihre Dörfer und Städte zurückkehren. Da aber nahezu die gesamte Infrastruktur zerstört ist, leben die Rückkehrer dort unter schwierigsten Bedingungen. Seit März 2015 hat UNHCR mehr als 800.000 Hilfsgüter an Vertriebene verteilt. Unter extrem prekären Sicherheitsbedingungen sind derzeit mehr als 160 UNHCR-Mitarbeiter im Jemen im Einsatz.

Spenden an die UNO-Flüchtlingshilfe, den deutschen Partner von UNHCR, unter dem Stichwort "Nothilfe Jemen" an:

Hilfe für Vertriebene und Flüchtlinge im Jemen: UNO-Flüchtlingshilfe Sparkasse Köln-Bonn IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50 - BIC: COLSDE33 Stichwort: Nothilfe Jemen

Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe e.V. (ots)

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