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Pussy Riot veröffentlichen nach Urteil Lied gegen Putin

Archivmeldung vom 18.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pussy Riot
Pussy Riot

Foto: User:M5
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die russische Punkband Pussy Riot hat einen Tag nach ihrem Hafturteil ein Lied gegen Kremlchef Wladimir Putin veröffentlicht. "Putin entzündet das Feuer der Revolution", heißt es darin. In dem Lied fordern die Frauen das Volk auf, gegen die russische Regierung auf die Straße zu gehen und sie schließlich zu vertreiben.

Die drei Bandmitglieder Nadeschda Tolokonnikowa, Marija Aljochina und Jekaterina Samuzewitsch waren am Freitag zu zwei Jahren Haft wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" verurteilt worden. Die drei Frauen hatten am 21. Februar in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau mit einem sogenannten "Punk-Gebet" die Jungfrau Maria um Erlösung von Präsident Wladimir Putin angerufen. Das Urteil gegen die Frauen war weltweit kritisiert worden und hatte offene Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit Russlands ausgelöst. Bei Demonstrationen gegen den Prozess in Moskau waren 30 Menschen, darunter der Kremlkritiker und frühere Schachweltmeister Garri Kasparow, festgenommen worden.

Ex-Außenminister Fischer sieht Pussy-Riot-Urteil als "Zeichen der Schwäche" des Putin-Regimes

Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) sieht die Haftstrafen für drei Mitglieder der kremlkritischen Punkband Pussy Riot als Beleg für die Schwäche des Regimes von Präsident Putin. "Das Urteil ist ein Zeichen der Schwäche, nicht der Stärke", sagte Fischer "Bild am Sonntag". "Unsere Solidarität gehört den russischen Demokraten und auch Pussy Riot." Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, der frühere Metro-Chef Eckhard Cordes, sieht die Geschäftsbeziehungen mit Russland durch das Urteil nicht beeinträchtigt. "Ich glaube nicht, dass die guten deutsch-russischen Wirtschaftsverbindungen gefährdet sind. Dafür sind die Geschäftsbeziehungen zwischen den Partnern in beiden Ländern zu eng", so Cordes. "Die Verurteilung der Musikerinnen zu zwei Jahren Arbeitslager ist unglücklich. Zugleich für die Bemühungen von Präsident Putin, aus Russland einen modernen und demokratischen Staat zu machen, kontraproduktiv."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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