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War der Täter von Orlando nicht allein? Facebook-Post wirft Rätsel auf

Archivmeldung vom 15.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Der Attentäter Omar Mir Seddique Mateen (Führerscheinfoto)
Der Attentäter Omar Mir Seddique Mateen (Führerscheinfoto)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach dem Massaker in einem Nachtclub in der US-Stadt Orlando sind die sozialen Netzwerke voll von Kommentaren zu dem tragischen Vorfall. Doch ein konkreter Kommentar erhitzt derzeit die Gemüter: In einem Facebook-Post behauptet ein Nutzer, Omar Matteen sei nicht der einzige Attentäter in jener Nacht gewesen, berichtet RT.

Bild: Screenshot Twitter
Bild: Screenshot Twitter

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Der Facebook-Post vom Sonntag stammt von einem Mann, der sich Cody Agnew nennt. Agnew behauptet, er kenne eine Frau, die den Anschlag trotz zwölf Schusswunden überlebte. Die Frau sei bei klarem Verstand und „ziemlich stabil“ und könne sich an die Geschehnisse in dem Club erinnern. Nach ihrer Darstellung waren im Club „Pulse“ nicht einer, sondern gleich drei Attentäter gewesen. Laut dem umstrittenen Post, der inzwischen gelöscht wurde, gibt es „kleine Teile von Informationen“, welche die Medien den Menschen vorenthalten.

„Da waren zwei Andere, die letzte Nacht im Club Menschen töteten und nicht verhaftet wurden. Sie sind immer noch da draußen, sie sind bewaffnet und gefährlich. Die Medien berichten nicht darüber, weil sie keinen erschrecken wollen, aber ich glaube, es ist wichtig, dass die Leute davon wissen“, hieß es in dem Post.

Der Facebook-Post verbreitete sich schnell übers Netz und wurde mehrere tausend Mal geteilt. Manche rätselten darüber, ob Agnew die Wahrheit gesagt hat. Andere sagten, er sei ein Lügner, der auf Ruhm aus sei.

Selbst die Polizei von Orlando schaltete sich in die Diskussion ein und twitterte: „Die Gerüchte über mehrere Schützen sind unbegründet.“

Auch die Webseite Snopes.com, die sich mit der Aufklärung von Großstadtlegenden, Mythen und Gerüchten befasst, zweifelt stark an den Behauptungen von Agnew.

„Es ist höchst unwahrscheinlich, dass jemand zwölf Mal aus naher Entfernung aus einem solch starken Gewehr angeschossen wurde und nicht nur überleben, sondern am selben Tag noch bei klarem Verstand sich daran erinnern konnte, wie viele Menschen in einem dunklen und überfüllten Club auf die Opfer geschossen hatten“, hieß es auf Snopes.com.

Die Webseite wies laut RT zudem auf einen Beitrag der Fachzeitschrift „Scientific American“ aus dem Jahr 2010 hin, laut dem man Augenzeugenberichten bei sehr stressvollen Situationen nicht immer vertrauen kann."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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