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Ökonomen halten Verhandlungsmacht einer Syriza-Regierung für gering

Archivmeldung vom 05.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Quelle: wikipedia
Quelle: wikipedia

Führende Ökonomen in Deutschland glauben nicht, dass es einer möglichen griechischen Regierung unter Führung der Syriza-Partei gelingen wird, die internationalen Geldgeber zu Zugeständnissen zu zwingen: "Die Verhandlungsmacht einer Regierung unter Syriza wird schwach sein", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, dem "Handelsblatt" (Onlineausgabe).

Griechenland hänge nach wie vor am finanziellen Tropf Europas. "Die Regierung braucht weitere europäische Hilfsgelder, und vor allem die griechischen Banken können ohne die Kredite der EZB nicht überleben." Das gebe vor allem der Europäischen Zentralbank (EZB) eine wichtige, aber auch sehr schwierige Schlüsselrolle bei den kommenden Verhandlungen mit der neuen griechischen Regierung.

Auch der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, unterstrich, dass das Drohpotenzial Griechenlands "deutlich geringer" sei, als vor zwei bis drei Jahren. "Damals war die Euro-Zone insgesamt sehr geschwächt und keines der Krisenländer hatte den Turnaround geschafft." Das sei heute anders: Portugal und Irland seien nicht mehr unter Programmstatus, die Volkswirtschaften seien wieder auf Expansionskurs, der Arbeitsmarkt belebe sich wieder – auch wenn es noch ein langer Weg bleibe. Europa habe überdies eine Reihe von institutionellen Neuerungen etabliert. "Die Eurozone könnte heute einen Austritt Griechenlands verkraften, Kollateralschäden sind gering – wie Renditen für Staatsanleihen der anderen Länder zeigen", sagte der IW-Chef. Die Schäden für die Steuerzahler wären verkraftbar. Hüther warnte eindringlich vor Zugeständnissen an Griechenland. "Es wäre geradezu fatal dies zu tun, weil die anderen Länder sich verschaukelt fühlen müssen, wenn man Athen so bevorzugt."

Die Eurozone komme überdies heute ohne Griechenland aus, Griechenland hingegen nicht ohne die Eurozone, wenn es die begonnene Erholung nicht gefährden und einen "massiven und abrupten Wohlstandsverlust" vermeiden wolle. "Der droht bei einem Euro-Austritt, da das Land dann auf absehbare Zeit von internationalen Investoren gemieden würde und die Abwertung massiv wäre."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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