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Experte: Frankreichs Sondereinsatz in Syrien gefährdet Fußball-EM

Archivmeldung vom 10.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

Frankreich hat Sondereinheiten nach Syrien verlegt – zur Beratung der syrischen Opposition im Kampf gegen den IS. Details des Einsatzes nennt das französische Verteidigungsministerium nicht. Derweil warnen Experten vor möglichen Gefahren, die Europa durch die Sondermission drohen, wie der Fernsehsender RT berichtet.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" berichtet weiter: "Paris habe Sondereinsatzkräfte in den Norden Syriens entsandt, um, so ein Sprecher des französischen Verteidigungsministeriums, Aufständische im Kampf gegen den IS zu unterstützen. Die Militärberater sollen Oppositionskräften bei der Offensive nahe der syrischen Stadt Manbidsch zur Seite stehen, betonte der Ministeriumssprecher.

Durch die strategisch wichtige Ortschaft zwischen Rakka und der syrisch-türkischen Grenze führen Versorgungsrouten, über die der IS mit Waffen, Munition, Verpflegung und neuen Kämpfern versorgt wird. Der Nahost-Experte Abdel Bari Atwan hält die Mission jedoch für kontraproduktiv. Sie könne zu einer Bedrohung für Frankreich werden, warnt er.

„Die Nachricht kam für mich wie aus heiterem Himmel. Warum ausgerechnet die Franzosen? Und warum jetzt? Möglicherweise wollen die Franzosen den Eindruck erwecken, sie würden zu den militärischen Erfolgen in Syrien beitragen, die die Syrer, die Russen und die Iraner erzielen. Darin sehe ich aber keinen Sinn, es ist viel zu spät. Dabei kann sich dieser Schritt negativ auf Frankreich auswirken, wo die Fußball-EM ausgetragen wird“, erklärt der Experte.

Indes betont Frankreichs Regierung, dass die Fußball-Europameisterschaft ein in sicherheitstechnischer Hinsicht beispielloses Sportereignis sein werde. Rund 77.000 Polizisten und 13.000 private Sicherheitsleute sollen die Sicherheit des Events garantieren. Zudem kommt modernste Technik zum Einsatz. Eine App, die rechtzeitig vor potentiellen Gefahren warnt, ist bereits verfügbar. Dennoch werde die EM zu einer ernstzunehmenden Herausforderung für die Sicherheitskräfte, unterstreicht Atwan.

„Die Spiele finden an unterschiedlichen Orten statt. Sie werden für Menschenmassen aus aller Welt zum Magneten. Für die französischen Spezialkräfte wird das zu einer ernsthaften Aufgabe“, betont der Experte.

„Für den Islamischen Staat sind Rakka und Aleppo kein Zuckerschlecken. Sie werden es versuchen, die Euro-2016 in Paris anzugreifen, um größtmöglichen Schaden zuzufügen, so viele Menschenleben, wie nur möglich zu zerstören und Chaos zu säen. Ob Frankreich die Terroristen abwehren kann, ist bislang unklar“, resümiert er."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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