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Trittin zieht gemischte Bilanz des internationalen Einsatzes in Afghanistan

Archivmeldung vom 15.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Jürgen Trittin (2016)
Jürgen Trittin (2016)

Bild: Heinrich-Böll-Stiftung, on Flickr CC BY-SA 2.0

Angesichts des absehbaren Endes der US-amerikanischen Truppenpräsenz in Afghanistan hat der Außenexperte der Grünen, Jürgen Trittin, eine gemischte Bilanz des internationalen Militäreinsatzes am Hindukusch gezogen. "Es ist nicht gelungen, tragfähige staatliche Strukturen aufzubauen. Und es nicht gelungen, dass das Land ohne die Taliban regiert wird", sagte Trittin der "Saarbrücker Zeitung".

Abgewendet sei allerdings die terroristische Bedrohung gegenüber dem Westen. "Denn die Taliban haben mittlerweile begriffen, dass sie ihre eigene Herrschaft gefährden, wenn sie sich mit den USA und Europa anlegen", erklärte Trittin.

Von der Bundesregierung forderte er, den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan "so schnell wie möglich" in die Wege zu leiten. "Wenn die Amerikaner im Mai mit ihrem Abzug beginnen, kann die Bundeswehr nicht bis September warten", meinte Trittin.

Quelle: Saarbrücker Zeitung (ots)


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