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Gabriel will selbstbewusstere europäische Außenpolitik

Archivmeldung vom 22.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Sigmar Gabriel Bild: Latvian Foreign Ministry, on Flickr CC BY-SA 2.0
Sigmar Gabriel Bild: Latvian Foreign Ministry, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat eine Neuausrichtung der transatlantischen Beziehungen und eine selbstbewusstere europäische Außenpolitik gefordert. "Das letzte Jahr hat die Welt verändert", sagte er dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Das lag nicht nur, aber auch am neuen amerikanischen Präsidenten."

Die USA zögen sich immer mehr aus der internationalen Zusammenarbeit zurück. Präsident Trump sehe die Europäer in erster Linie als Wettbewerber, manchmal sogar als Gegner. "Multilateralismus wird zum Unwort", so Gabriel. "In dieser unbequemen Situation müssen wir uns entscheiden: Wollen wir gestalten oder wollen wir gestaltet werden?" Die Europäer müssten lernen ihre "Interessen klarer definieren und entschiedener dafür einstehen - gerade gegenüber den USA".

Indirekt sprach sich der SPD-Politiker für eine rasche Regierungsbildung mit der Union aus: "Wenn liberale Werte andernorts in Bedrängnis geraten und `alternative Fakten` die Debatten bestimmen dann muss doch jedem hier in Europa klar werden: Mit einem schwachen Europa verlieren wir den Kampf um unsere Werte und um Einfluss. Deshalb setze ich mich so dafür ein, dass wir Europa reformieren und voran bringen. Ich will eben nicht, dass Europa nur noch ein kleiner Fisch in einem Becken voller Haie ist. Wir brauchen einen europäischen `game plan`."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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