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Die G8 sind Teil des Problems, nicht der Lösung

Archivmeldung vom 17.07.2006

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.07.2006 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac lehnt das Treffen von Staats- und Regierungschefs der sieben mächtigsten Industrienationen und Russlands in St. Petersburg ab. "Die G8-Gipfel bringen keine brauchbaren Lösungen für die großen Probleme, sie sind vielmehr selbst Teil des Problems", erklärte Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis.

Bereits beim allerersten Gipfel vor mehr als 30 Jahren - 1975 in Rambouillet - stand dem Kritiker zufolge nach dem Ölpreisschock und dem Einsatz von Öl als Waffe nach dem israelisch-arabischen Krieg das Thema Energiesicherheit ganz oben auf der Tagesordnung. "Inzwischen hat sich die Energieproblematik verschärft, die Gefährdung des Klimas ist gestiegen und die Lage im Nahen Osten ist explosiver als je zuvor", stellte Wahl fest. In der Abschlusserklärung von Rambouillet hatte man sich vorgenommen, "unsere Abhängigkeit von Energieimporten durch Energiesparen und die Entwicklung alternativer Quellen zu reduzieren."

"Die G8 gehen die Probleme in erster Linie machtpolitisch an", meinte der Globalisierungskritiker, "deshalb werden sachgerechte Lösungen immer wieder blockiert". Zudem sei das ganze Unternehmen demokratisch fragwürdig, da die G8 nur 13 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren, aber den Anspruch erheben, globale Probleme zu bearbeiten und Entscheidungen für die ganze Welt zu treffen. Wahl: "Die G8 besitzen dafür keine demokratische Legitimation."

Attac verurteilt die Repressalien der russischen Behörden gegenüber G8-Kritikern. Agenturmeldungen zufolge sind in Petersburg ingesamt etwa 230 Globalisierungsgegner festgenommen worden. Zwei deutsche Studenten aus Bielefeld wurden Anfang der Woche verhaftet - abgeblich wegen Urinierens in der Öffentlichkeit. Attac fordert die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, den undemokratischen Umgang mit Gipfelkritikern dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenüber zur Sprache zu bringen.

Quelle: Pressemitteilung Attac Deutschland

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