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Gabriel findet Debatte um Reparationen an Athen "dumm"

Archivmeldung vom 07.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sigmar Gabriel (2013)
Sigmar Gabriel (2013)

Foto: Martin Rulsch
Lizenz: CC-BY-SA-4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Debatte um die von der griechischen Regierung geforderten Reparationszahlungen scharf kritisiert: "Ich finde das ehrlich gesagt dumm", sagte Gabriel am Dienstag mit Blick auf die Debatte bei einer Diskussion im Wirtschaftsministerium. Athen habe schließlich ein Interesse daran, dass die Euro-Partner Griechenland bei der Lösung seiner Finanzprobleme Spielräume gebe. "Und diese Spielräume haben mit dem Zweiten Weltkrieg und Reparationszahlungen gar nichts zu tun", sagte der SPD-Chef.

Gabriel machte zugleich deutlich, dass in der aktuellen Schuldenkrise nicht der Eindruck entstehen dürfe, Deutschland trage in der EU die größten Lasten. "Die Wahrheit ist natürlich, dass wir unglaublich viel Geld mit der Währungsunion verdient haben."

Die griechische Regierung hatte zuvor ihre Reparationsforderungen gegenüber Deutschland mit 278,7 Milliarden Euro beziffert. Die Summe ergebe sich aus Daten griechischer Rechnungsprüfer, sagte der stellvertretende Finanzminister Dimitris Mardas bei einer Sitzung des Athener Parlaments. Demnach habe eine Zwangsanleihe, die Griechenland im Zweiten Weltkrieg an Deutschland zahlen musste, einen heutigen Wert von 10,3 Milliarden Euro. Hinzu kämen Entschädigungszahlungen für die Angehörigen der Opfer der deutschen Besatzung sowie Schadenersatz für die im Weltkrieg zerstörte Infrastruktur.

Die Bundesregierung hatte Forderungen aus Griechenland nach Entschädigungen zuletzt eine kategorische Absage erteilt. Die Reparationen an Griechenland seien mit einem Entschädigungsabkommen, das Ende der 1950er-Jahre vereinbart wurde, abschließend geregelt, heißt es seitens der Bundesregierung. Athen hatte damals Reparationen in Höhe von 115 Millionen D-Mark erhalten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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