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Russischer Patriarch hält Wiedervereinigung mit Katholiken für möglich

Archivmeldung vom 22.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kyrill I. (2009)
Kyrill I. (2009)

Foto: Kremlin.ru
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Eine Wiedervereinigung der russisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche wäre laut dem russischen Patriarchen Kyrill ein Wunder, das seine Generation wohl kaum erleben wird. Das schreibt das russische online Magazin "Sputnik" auf der Webseite.

Weiter heißt es in der deutschen Ausgabe: "„Eine Wiedervereinigung der russisch-orthodoxen und römisch-katholischen Kirche wäre ein Wunder Gottes, wenn wir es eines Tages erleben könnten“, sagte das Oberhaupt der russischen Kirche am Sonntag zum Abschluss seiner fast zweiwöchigen Reise durch Südamerika und in die Antarktis.

„Ich bin mir nicht sicher, dass ich Zeuge dieses Ereignisses sein werde. Aber vielleicht wird es irgendjemand irgendwann erleben. Die Kirchen kann man nicht durch eine Vereinbarung zweier Oberhäupter zusammenbringen, geschweige denn wiedervereinigen. Ich sage mehr: Man kann die Kirchen nicht einmal durch die Zustimmung der ganzen Hierarchie, der römisch-katholischen und russisch-orthodoxen, vereinigen“, so Kyrill.

Er rief die Gläubigen dazu auf, keine Angst vor Veränderungen im Kirchenleben zu haben. Die theologischen Streitfragen zwischen der russisch-orthodoxen und römisch-katholischen Kirche seien nicht Gegenstand seines historischen Treffens mit Papst Franziskus gewesen, so der Patriarch. „Wir sprachen ehrlich über die Trennung. Wir halten uns an die Traditionen unserer Vorfahren.“

Die historische erste Reise eines Moskauer Patriarchen nach Lateinamerika (Kuba, Paraguay, Brasilien) und in die Antarktis hatte am 11. Februar begonnen und geht am Montag zu Ende. Das wichtigste Ereignis dieser Reise, das ohne Zweifel in die Geschichtslehrbücher eingehen wird, war das Treffen mit Papst Franziskus.

Am 12. Februar unterzeichneten der Papst und der Patriarch in Havanna eine gemeinsame Erklärung. Darin riefen sie die Weltgemeinschaft dazu auf, gemeinsam die Christen im Nahen Osten und in anderen Regionen zu schützen. Die christliche Kirche ist seit 1054 gespalten.

Patriarch Kyrill: Toleranz ist Tarnmantel des Bösen

Im Rahmen seiner Lateinamerika-Reise hat Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland einen festlichen Gottesdienst vor der Christusstatue in Rio de Janeiro in Brasilien zelebriert.

Der Patriarch betete für alle Christen, die heute in verschiedenen Teilen der Welt der Verfolgung ausgesetzt sind und denen die Bekenntnis und die Ausübung ihres Glaubens verboten sind. Das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche hat unter anderem die Ideologie der Toleranz als Tarnmantel des Bösen kritisiert.

"Unsere christlichen Brüder leiden in Europa und anderen Ländern, wo das Christentum durch böse politische Gewalt unter dem Deckmantel der Toleranz aus dem gesellschaftlichen Leben verbannt wird“, wird Kyrill von der amtlichen Webseite des Moskauer Patriarchats zitiert.

Der Gottesdienst fand in einer Höhe von 700 Meter über dem Meeresspiegel am Berg Corcovado statt. An dem Gebet haben 50 russisch-orthodoxe Gläubige teilgenommen, die in Rio de Janeiro leben."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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