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Russland und Algerien kommen über internationale Politik überein

Archivmeldung vom 12.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sergei Lawrow (2010)
Sergei Lawrow (2010)

Foto: Сайт Правительства Российской Федерации
Lizenz: CC-BY-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat seine Afrika-Reise mit einem Besuch in Algerien begonnen. Die beiden Länder sind sich, laut einer Meldung von Radio "Stimme Russlands", über die wichtigsten Fragen der internationalen Politik einig.

In dem Bericht von Artem Kobsew  heißt es: "Sie schätzen die Rolle des UN-Sicherheitsrates bei der Sicherung der weltweiten Stabilität hoch ein und halten es für notwendig, Konflikte ausschließlich aufgrund des Völkerrechts beizulegen. Dies erklärte der russische Außenminister nach den Verhandlungen mit dem algerischen Präsidenten Abd al-Aziz Bouteflika.

Russland und Algerien pflegen eine besondere Beziehung. Als dieser afrikanische Staat für seine Unabhängigkeit kämpfte, leistete ihm die Sowjetunion eine militärtechnische und finanzielle Hilfe. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass gerade Algerien das erste arabische Land ist, mit dem Moskau seinerzeit ein Abkommen über strategische Partnerschaft unterzeichnete. Die Verhandlungen zwischen Sergei Lawrow und dem algerischen Präsidenten seien in einer freundschaftlichen Atmosphäre verlaufen, sagte der russische Außenminister.

„Algerien ist einer unserer wichtigsten handelswirtschaftlichen Partner in Afrika. Der Warenumsatz zwischen unseren Ländern nimmt stets zu. Noch größere Hoffnungen setzen wir auf die bevorstehende Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission für die handelswirtschaftliche und wissenschaftstechnische Zusammenarbeit zwischen Algerien und Russland in diesem Jahr."

Die Afrika-Reise Sergei Lawrows findet inmitten der Unruhen statt. Vor einiger Zeit wurde eine Ölraffinerie im Südosten Algeriens von Terroristen angegriffen. So etwas hatte es im Land selbst während des Bürgerkrieges nicht gegeben. Auch die zunehmende Instabilität in der Region, sowie Terroranschläge in Mali und der andauernde syrische Konflikt wurden von Lawrow und Bouteflika besprochen.

„Beim Gespräch mit dem algerischen Präsidenten hat sich bestätigt, dass unsere Ansichten zur Reformierung der internationalen Politik völlig übereinstimmen. Das betrifft vor allem die Vorherrschaft des Völkerrechts, die zentrale Rolle der UN und deren Sicherheitsrats sowie die Notwendigkeit, Konflikte ausschließlich auf eine politische und diplomatische Weise beizulegen, ohne Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Länder. Gerade aus dieser Perspektive betrachten wir die Ereignisse im Nahen Osten und in Nordafrika, unter anderem die dramatischen Entwicklungen in Syrien, Mali und anderen Ländern dieser Region."

Die Führung Algeriens ist ohne Zweifel besorgt über die anhaltende Islamisierung der benachbarten Staaten. Heute ist Algerien der einzige nordafrikanische Staat mit einer säkularen Regierung. Sollte Bashar al-Assad aber gestürzt werden, könnte auch in Algerien das Risiko einer Islamisierung drastisch steigen. Allerdings ist die säkulare Macht in diesem Land immer noch stark genug. Bei den Parlamentswahlen im vergangenen Frühjahr erhielten die Islamisten lediglich 48 von den 462 Sitzen des algerischen Parlaments. Präsident Bouteflika versicherte dem russischen Außenminister, alle Anstrengungen zu unternehmen, um eine Verstärkung der radikalen Islamisten in Algerien zu verhindern."

Quelle: Text Artem Kobsew - „Stimme Russlands"

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