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Wirtschafts-Nobelpreisträger sieht neue Finanzmarktregeln kritisch

Archivmeldung vom 05.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / PIXELIO
Bild: Rainer Sturm / PIXELIO

Wirtschafts-Nobelpreisträger Oliver Williamson hat vor Schnellschüssen bei der Regulierung der Finanzmärkte gewarnt. "Der Vorstellung, dass mehr Regulierung besser ist als weniger, sollten wir mit großer Vorsicht begegnen", sagte der US-Ökonom dem Tagesspiegel.

Die Finanzkrise sei auch deshalb so teuer für die Steuerzahler, weil Regulierung und Aufsicht nicht gut funktioniert hätten. Die Gesetze seien handwerklich schlecht und nicht auf der Höhe der Zeit gewesen, zudem habe es den Behörden an Personal gemangelt. "Als Antwort auf die Krise Gesetz um Gesetz zu erlassen, kann nicht die Lösung sein. Es gibt zu wenig Wissen darüber, wie Regulierung wirkt." Hier sei mehr Vorsicht angezeigt. Williamson empfahl, intensiver über die Vorschläge für neue Gesetze nachzudenken und mehr Leute zu beteiligen, die etwas von der Materie verstehen. Er hatte den Wirtschafts-Nobelpreis 2009 zusammen mit Elinor Ostrom bekommen.

Quelle: Der Tagesspiegel

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