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Yen und Euro vs. US-Dollar: Experten befürchten neuen Währungskrieg

Archivmeldung vom 08.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Martin Kolb / pixelio.de
Bild: Martin Kolb / pixelio.de

Falls die USA die Dollar-Abwertung nicht bremsen, könnten Japan und die EU Gegenmaßnahmen treffen. Vor diesem Hintergrund befürchten Experten, laut dem russischen online Magazin "Sputnik", eine neue Spirale des Währungskrieges.

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite: "„Die Trader sprechen immer mehr von einem Währungskrieg. Es besteht die Meinung, dass eine Reihe von Staaten beschlossen hat, die Abwertung ihrer Nationalwährungen zu instrumentalisieren, um den Export und das Bruttoinlandsprodukt anzukurbeln. Bald werden wir sehen, mit welchen Maßnahmen die EZB und die japanische Zentralbank darauf reagieren werden.“, sagte Georgi Waschtschenko, Experte der russischen Investmentfirma Freedom Finance, in einem Gespräch mit der Onlinezeitung gazeta.ru.

Einen „globalen Währungskrieg“ hatten Analysten von Bloomberg bereits im Januar befürchtet, und zwar im Hinblick auf die Abwertung des US-Dollar. Wie es damals hieß, könnten sich insbesondere die Zentralbanken Japans und der EU im Gegenzug dafür entscheiden, aktiver auf den Markt einzuwirken.

Seit Ende Januar ist der Euro im Verhältnis zum US-Dollar um 3,4 Prozent gestiegen. Unterdessen hat der Yen in der ersten Februarwoche gegenüber dem Dollar rekordverdächtig um 3,6 Prozent zugelegt.

Generell war eine stabile Yen-Aufwertung seit Ende des vergangenen Jahres zu beobachten. Die Deflation in Japan nahm zu. Die japanische Zentralbank sah sich zu extremen Maßnahmen gezwungen und beschloss einen negativen Leitzins.

Wie gazeta.ru nun schreibt, ist der weitere Yen-Wechselkurs gegenüber dem Dollar davon abhängig, wie sich die Situation am US-Arbeitsmarkt entwickelt. Im Januar ging die Arbeitslosenrate in den USA von fünf auf 4,9 Prozent zurück. Die US-Notenbank Fed wird dies bei der Festlegung ihrer künftigen Politik berücksichtigen. Im März soll die Fed darüber entscheiden, ob sie ihren Leitzins erhöht. Eine solche Erhöhung würde eine Aufwertung des Dollar bedeuten.

Die russische Onlinezeitung prognostiziert: „Falls die Fed ihren Leitzins im März doch erhöht, werden die Zentralbanken der Industrieländer offenbar keine Gegenmaßnahmen brauchen.“ Denn der Wechselkurs der Währungen wie Euro und Yen werde dann zurückgehen.

„Es besteht jedoch ein hohes Risiko, dass die Fed vorerst darauf verzichtet, ihren Leitzins zu erhöhen. Darauf weisen die meisten Analysten hin. In diesem Fall ist eine neue Spirale des Währungskrieges nicht auszuschließen“, so die Prognose von gazeta.ru.

Die Industrieländer wie Japan werden derzeit von Investoren verstärkt ins Visier genommen, weil sich Chinas Wirtschaftswachstum verlangsamt. Im Hinblick auf Pekings wenig durchschaubare Politik und den weiteren Yuan-Kurs sagte Harvard-Professor Kenneth Rogoff: „Keine weitere Quelle der politischen Ungewissheit ist dermaßen destabilisierend. Nur wenige zweifeln daran, dass China innerhalb des nächsten Jahrzehnts früher oder später gezwungen sein wird, zu einem beweglichen Yuan-Kurs überzugehen.“"

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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