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Ukrainischer Gaskonzern prüft rechtliche Schritte gegen Russland

Archivmeldung vom 09.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: uschi dreiucker  / pixelio.de
Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

Die Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland um milliardenschwere Gasvorkommen im Schwarzen Meer eskaliert: Der ukrainische Staatskonzern Naftogaz prüft nach eigenen Angaben rechtliche Schritte gegen Russland. "Unser Konzern hat derzeit keinen Zugang zu mehreren Hochsee-Feldern", sagte Naftogaz-Chef Andrij Kobolew der "Süddeutschen Zeitung".

Sie befänden sich unter der Kontrolle Russlands. Der Konzern wolle das nicht länger hinnehmen. Naftogaz prüfe den Weg vor internationale Gerichte. "Das muss kompensiert werden", fordert Kobolew. Mit dem Vorstoß des Staatskonzerns gerät eine Facette des Konflikts an die Öffentlichkeit, die bislang kaum Beachtung fand. Denn seit der Anschluss der Krim an Russland beansprucht Moskau auch den Zugriff auf Meeresgebiete um die Halbinsel - Rohstoffvorkommen im Wert vieler Milliarden Euro inklusive.

Die Ukraine will sich in der Energiepolitik zudem künftig offenbar noch stärker von Moskau distanzieren. "Wir arbeiten daran, die Ukraine in den europäischen Gasmarkt zu integrieren", kündigte Naftogaz-Chef Kobolew an. "Von politischen Gaspreisen Moskaus werden wir uns nicht mehr erpressen lassen."

Um Gasquellen kurzfristig zu diversifizieren, wünscht sich Kiew noch größere Importe aus Europa, die durch eine Umkehrung der Fließrichtung bestehender Pipelines erfolgen könnten. Auch von deutschen Lieferanten wolle die Ukraine weiterhin fast drei Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr beziehen, heißt es. Zu den Lieferanten zählt etwa Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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