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EZB-Direktor Asmussen fordert G20-Reform

Archivmeldung vom 03.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Jörg Asmussen im März 2012
Jörg Asmussen im März 2012

Foto: Martin Jost
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Kurz vor dem Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Sankt Petersburg hat der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen eine Reform der G20-Gipfel gefordert. "Damit die Gruppe weiter erfolgreich arbeiten kann, muss sie sich fortentwickeln", sagte Asmussen dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe).

Seit einiger Zeit gibt es vermehrt Klagen, dass die Ergebnisse der G20-Treffen dürftiger werden. "Die ersten drei Gipfel der G20 waren von den Ergebnissen her gesehen überdurchschnittlich erfolgreich", sagte das Direktoriumsmitlgied der Europäischen Zentralbank. "Danach ließ der Handlungsdruck nach, und damit auch die konkreten Ergebnisse."

Der EZB-Direktor schlägt vor, die Zusammenarbeit durch einen Ausbau der G20-Gruppe zu verbessern. "Dazu könnte ein gemeinsames Sekretariat gehören, um Kontinuität und Verbindlichkeit bei Themen zu sichern, die über die einjährigen Präsidentschaften hinausreichen, wie zum Beispiel Welthandel oder Finanzmarktregulierung", sagte Asmussen. "Aber auch eine Beschränkung kann sinnvoll sein, zum Beispiel eine Reduzierung der Zahl der Arbeitsgruppen."

Die Präsidentschaft der G20 wechselt jährlich zwischen Staaten. Damit verschieben sich auch jeweils die thematischen Schwerpunkte. Asmussen betonte, dass es zu den G20-Runden "keine ernst zu nehmende Alternative" gebe. Auch in der Bundesregierung gibt es Verägerung über die zunehmend unverbindlichen Gipfelbeschlüsse. Als Grund sieht man die nachlassende Krise. "Der Panikdruck ist weg", hieß es in deutschen Regierungskreisen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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