Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert Atom-Abkommen mit Iran

Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert Atom-Abkommen mit Iran

Archivmeldung vom 10.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Islamische Republik Iran Flagge
Islamische Republik Iran Flagge

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Erstmals hat sich in Deutschland ein prominenter Kritiker am Atom-Abkommen mit dem Iran zu Wort gemeldet. "Ich sehe die Vereinbarung außerordentlich skeptisch, weil der Iran in der Vergangenheit alle Absprachen gebrochen hat", sagte Reinhold Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, dem Nachrichtenmagazin "Focus". Bislang gebe es "nur bedrucktes Papier".

Robbe, der als SPD-Politiker viele Jahre in Berlin die Verteidigungspolitik geprägt hat, zeigte dabei auch Verständnis für die heftige Reaktion von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. "Die Israelis müssen darauf achten, sich auch militärisch in eine Position der Stärke zu bringen. Das sichert ihnen ihr Überleben." Israel sei nach wie vor in seiner Existenz unmittelbar gefährdet, so Robbe. Er könne alle Skeptiker verstehen, die sich "nicht von Lippenbekenntnissen einlullen lassen".

Tatsächlich üben israelische Militärs in Planspielen offenbar den Totalangriff auf unterirdische Atomanlagen im Iran. Dabei kommen sämtliche 125 F15 I- und F16 I-Kampfjets der Luftwaffe zum Einsatz, um lasergelenkte Zwei-Tonnen-Bomben abzuwerfen. "Israel wird dieses Militärprojekt, das auf den Bau einer Atombombe abzielt, niemals akzeptieren", sagte Jaakov Amidror vom Begin-Sadat-Zentrum für Strategische Studien. "Wir behalten uns vor, notfalls auch militärisch zu handeln, uns sind die Hände nicht gebunden", so der frühere Sicherheitsberater Netanjahus.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige: