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17-Jährige soll Anschlag in Moskau verübt haben

Archivmeldung vom 03.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: premiumpresse
Bild: premiumpresse

Eine der beiden Moskauer Attentäterinnen soll eine 17-Jährige aus Dagestan sein. Es handle sich um die Witwe eines an Silvester getöteten radikalislamischen Rebellen aus Dagestan, berichtet die russische Zeitung "Kommersant" unter Berufung auf Ermittler aus der Kaukasusrepublik. Ein Foto zeigt ein ganz in Schwarz gehülltes, junges Mädchen und ihren Partner, die Pistolen in den Händen halten. Sie und eine zweite Frau hatten am Montag in zwei Moskauer U-Bahn-Stationen dutzende Menschen mit in den Tod gerissen.

Nach Informationen von "Kommersant" hatte Dschennet Abdurachmanowa ihren Partner per Internet kennengelernt, als sie 16 Jahre alt war. Dabei handelt es sich laut dem Blatt um Umalat Magomedow, der sich auch "Emir von Dagestan" nannte. Er soll dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Doku Umarow alias der "Emir vom Kaukasus", nahegestanden haben. Nach einem ersten Treffen mit Magomedow sei die junge Frau zum Zusammenleben mit ihm gezwungen worden.

Laut den Ermittlern wurde Magomedow am 31. Dezember während einer Polizeikontrolle in Chassawjurt im Westen Dagestans erschossen. Radikalislamische Rebellen hätten Dschennet daraufhin "überzeugt", dass sie sich aus Rache für ihren Mann "opfern" müsse. Die Ermittler glauben, dass sie den ersten Anschlag in Moskau verübte.

Bei der zweiten "Schwarzen Witwe" soll es sich laut russischen Zeitungen um eine 20-jährige Tschetschenin handeln, deren Mann im Oktober 2009 getötet wurde, während er einen Anschlag auf den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow plante. Ein Vertreter des tschetschenischen Geheimdienstes zog den Bericht jedoch in Zweifel: Das Foto der jungen Frau passe nicht zu den Leichenfotos der Attentäterinnen.

Die beiden Frauen gehörten "Kommersant" zufolge wahrscheinlich zu einer Gruppe von rund 30 Selbstmordattentätern. Sie sollen vor allem im Internet von Rebellenführern angeworben und in Tschetschenien trainiert worden sein. Die beiden Attentäterinnen seien mit dem Bus von der Stadt Kisljar in Dagestan aufgebrochen. Dort waren am Mittwoch bei einem Doppelanschlag zwölf Menschen ums Leben gekommen.

In einem Bekennervideo erklärte Rebellenchef Umarow, er selbst habe den Befehl zur Zündung der Sprengsätze in Moskau gegeben. Die Anschläge seien "Rache" für die "anhaltende Ermordung von Zivilisten im Kaukasus".

Quelle: premiumpresse

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