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EZB drängt Banken zu hohen Abschreibungen auf Heta-Schulden

Archivmeldung vom 14.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hypo Alpe Adria Hauptsitz in Klagenfurt
Hypo Alpe Adria Hauptsitz in Klagenfurt

Foto: JJ55
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) drängt die von ihr unterstellten Banken offen zu hohen Abschreibungen auf Engagements der Heta, der Bad Bank der österreichischen Hypo Alpe Adria. Die Zentralbank legte den Instituten in einem Brief vor Ostern "dringend" nahe, Heta-Engagements, die vom Bundesland Kärnten garantiert sind, auf "mindestens 50 Prozent" ihres Nominalwertes hinunter zu korrigieren. Bei nachrangigen Anleihen ohne eine Garantie der Republik Österreich werden sogar "mindestens 95 Prozent" empfohlen. Das bestätigten mehrere Banken dem "Handelsblatt".

Die Bankenaufsicht der EZB kommentierte das nicht. Bislang hatten Banken geringere Abschreibungen auf ihre Heta-Bestände vorgenommen. Die Banken müssen sich nun überlegen, wie sie mit der Aufforderung der EZB umgehen wollen. Die Notenbank hat den Geldinstituten dazu bis Ende April Zeit gelassen. Falls die Banken sich widersetzen wollen, müssen sie das der EZB schriftlich erklären.

Hintergrund für das Schreiben ist das Schuldenmoratorium, das die österreichische Finanzmarktaufsicht Anfang März über Schulden der Heta verhängt hatte. Das Moratorium ist so konstruiert, dass Bürgschaften des finanziell angeschlagenen Bundeslandes Kärnten für Heta-Verbindlichkeiten nicht greifen. Noch offen ist, welche Verlusten Gläubiger der Heta tragen sollen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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