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Merkel und Yildirim wollen deutsch-türkische Beziehungen verbessern

Archivmeldung vom 15.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Binali Yıldırım (2016)
Binali Yıldırım (2016)

Foto: Kremlin.ru
Lizenz: CC BY 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim wollen die deutsch-türkischen Beziehungen verbessern. Der Besuch sei eine gute Gelegenheit gewesen, um den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen, sagte Merkel am Donnerstagabend nach einem Treffen mit Yildirim im Kanzleramt. Man bemühe sich, die Beziehungen "Schritt für Schritt" zu verbessern.

Der Fall des in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel sei dabei ein wichtiger Punkt. Sie habe bei dem Treffen darauf hingewiesen, dass der Fall Yücel eine besondere Dringlichkeit habe, so Merkel. Der Besuch des türkischen Ministerpräsidenten sei "ein Zeichen, dass die Gesprächsbereitschaft von türkischer Seite da ist, dass wir intensiv reden müssen". Sie glaube, es sei ein Signal, dass "es von beiden Seiten ein Interesse daran gibt, die deutsch-türkischen Beziehungen wieder zu verbessern". Die Kanzlerin bedankte sich bei Yildirim für ein "nicht sehr einfaches" aber doch "sehr nützliches" Gespräch. Yildirim sagte, dass es im Rahmen der bilateralen Beziehungen der beiden Länder eine Reihe wichtiger Punkte gebe. "Die Türkei-Deutschland-Beziehungen sind für uns natürlich sehr wichtig."

Zu den in der Türkei inhaftierten Deutschen sagte der türkische Ministerpräsident: "Deniz Yücel und die anderen verdächtigen Personen sind natürlich Gegenstand verschiedener Verdächtigungen und sind momentan in Haft." Er gehe davon aus, dass die Gerichte im Rahmen der rechtsstaatlichen Prinzipien eine Entscheidung fällen werden. "Unsere Aufgabe ist es dabei natürlich, diese Verfahren für die Gerichte mit unserer Herangehensweise zu erleichtern", so Yildirim. Die lange Verfahrensdauer verteidigte er damit, dass die Gerichte des Landes wegen des Militärputsches in der Türkei und der nachfolgenden zahlreichen Prozesse unter einer enormen Arbeitslast leiden würden.

Der Besuch des türkischen Ministerpräsidenten war relativ kurzfristig angekündigt worden. Auch am Freitag hat die Kanzlerin ein straffes Programm. Zunächst ist am Vormittag ein Besuch des italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni im Kanzleramt geplant. Am Mittag empfängt Merkel den polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki, am Nachmittag folgt ein Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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