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Obamas Chefberater kritisiert deutsche Zahlungsbilanz-Überschüsse

Archivmeldung vom 06.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Moreinput / pixelio.de
Bild: Moreinput / pixelio.de

Kritik am hohen deutschen Zahlungsbilanz-Überschuss äußert der ökonomische Chefberater von US-Präsident Barack Obama: "Deutschland hat mit 7,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts weltweit den größten Zahlungsbilanz-Überschuss", sagte Jason Furman, Vorsitzender des Council of Economic Advisers, im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit".

Furman weiter: "Dieses Jahr wird er noch weiter steigen. Das geht gegen den globalen Trend hin zum Gleichgewicht, in dem Defizitländer wie die USA ihre Schulden abbauen und Überschussländer wie China geringere Überschüsse anstreben."

Derartige Ungleichgewichte könnten, das zeige die Vergangenheit, "die Weltwirtschaft destabilisieren". Mehr Investieren, weniger Sparen, lautet deshalb Furmans Forderung aus Washington. "Wenn ein Land ein sehr hohes Zahlungsbilanzdefizit hat, sollte uns das beunruhigen, genauso wie es uns beunruhigen sollte, wenn ein Land einen sehr hohen Zahlungsbilanz-Überschuss hat. Das eine kann nicht ohne das andere existieren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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