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Syrien: Frankreichs Präsident Hollande droht Assad mit Militäreinsatz

Archivmeldung vom 28.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
François Hollande (2012)
François Hollande (2012)

Foto: Materialscientist
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der französische Präsident François Hollande hat den syrischen Machthaber Baschar al-Assad eindringlich davor gewarnt, Chemiewaffen einzusetzen. Dies sei ein "legitimer Grund" für eine ausländische Militär-Intervention, so Hollande am Montag bei einem Treffen der französischen Botschafter in Paris. Grundsätzlich sprach sich der französische Präsident jedoch für eine politische Lösung des Konflikts aus und rief zur Bildung einer provisorischen Regierung durch die Oppositionsbewegung auf. Frankreich würde eine solche Regierung anerkennen, hieß es.

Hollande ist der zweite westliche Regierungschef, der Syrien mit einem ausländischen Militäreinsatz droht. Vor einer Woche hatte US-Präsident Barack Obama erklärt, bei einem Einsatz von biologischen oder chemischen Waffen im Bürgerkrieg in Syrien würden die USA mit einer militärischen Intervention reagieren.

Mitte Juli hatte ein Sprecher des syrischen Außenministeriums gesagt, dass Chemiewaffen nur gegen "äußere Aggressoren" und nicht gegen die Rebellen eingesetzt würden. Am Tag darauf wurde die Aussage komplett revidiert. Syrien würde "niemals chemische und biologische Waffen nutzen", hieß es aus dem Außenministerium.

Der Konflikt in Syrien dauert seit März vergangenen Jahres an. Laut Angaben der Aufständischen sollen allein im August bislang mehr als 4.000 Menschen ums Leben gekommen sein.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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