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Schwarzgeld im Ausland: Schweizerische Bankiervereinigung weist Vorwürfe zurück

Archivmeldung vom 13.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de
Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

Die Schweizerische Bankiervereinigung weist den Vorwurf zurück, dass die Banken des Landes wohlhabenden Deutschen helfen, Geld in Steueroasen zu schaffen. "Es gibt seit der Unterzeichnung des deutsch-schweizerischen Steuerabkommens im vergangenen September keine nennenswerten Abflüsse von deutschen Vermögen aus der Schweiz", sagte Patrick Odier, Präsident der Organisation, dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Zudem hätten sich die Schweizer Institute verpflichtet, keine Beihilfe zu solchen Transaktionen zu leisten. "Ich halte es für unvorstellbar, dass eine Schweizer Bank dagegen verstößt", sagt Odier.

Ganz anderer Ansicht ist der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD). Nach Erkenntnissen seiner Steuerfahnder "unterlaufen Schweizer Banken gezielt das Steuerabkommen", so der Minister. Er hatte jüngst den Kauf von drei CDs für 3,5 Millionen Euro mit Daten von Steuersündern veranlasst. Die Banken bestreiten alle Vorwürfe.

Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte seinen Nachfolger Wolfgang Schäuble (CDU) bereits im Juni 2011 auf Berichte hingewiesen, denen zufolge die Geldhäuser "Vermögen an Tochterunternehmen mit einem Standort außerhalb der EU – wie zum Beispiel Singapur – überführen". Schäuble vertröstete Steinbrück mit dem Hinweis, dass die Verhandlungen über das Steuerabkommen nicht abgeschlossen seien. Als der SPD-Politiker nach der Unterzeichnung im Finanzministerium nachhakte, bekam er keine Antwort.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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