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Publizist Müller-Vogg nach Ukraine-Wahl besorgt

Archivmeldung vom 23.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Hugo Müller-Vogg (2015), Archivbild
Hugo Müller-Vogg (2015), Archivbild

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Publizist Hugo Müller-Vogg hält die Wahl des Schauspielers und Komikers Wolodymyr Selenskyj zum Präsidenten der Ukraine für bedenklich.

"Ich glaube, wenn solche Leute, solche absoluten Außenseiter in der Politik plötzlich ganz nach vorne durchkommen, ist es immer zunächst einmal ein Zeichen, dass das Land in einer tiefen Krise steckt", sagte Müller-Vogg am Dienstag im Deutschlandfunk. Es spreche schon dafür, dass in der Ukraine einiges nicht stimme. Selenskyjs Wahl sei ein Misstrauensvotum gegen die sich dort an der Macht befindenden Parteien, so der Publizist. Es sei aber ebenso eine Aufforderung, die Korruption zu bekämpfen, sagte Müller-Vogg weiter. "Obwohl man bei ihm persönlich Zweifel haben muss, denn seine Verbindungen zu dem einen Oligarchen, die sind ja etwas dubios, und er hat sich ja dazu auch nicht geäußert."

Trotzdem glaube er, dass die gute Laune eines Komikers in der Politik durchaus positiv sei. "Jemand, der es schafft, schlagfertig zu sein und ab und zu einen Witz unterzubringen oder humorvolle Bemerkungen, der kommt immer besser weg", sagte Müller-Vogg. "Das Leben ist teilweise hart genug, und dann muss man ab und zu auch mal lachen, und wenn Politiker einen zum Lachen bringen, ist das generell schon von Vorteil." Schauspieler und Komiker seien ja auch "per se nicht dumm", es gebe auch bei ihnen "teilweise intelligente Leute". Trotzdem hänge es natürlich auch von dem Wahlsystem ab. "Wenn Sie Direktwahlen haben, wie jetzt in der Ukraine oder wie in Amerika, dann ist es auch einfacher, für Leute, die nicht aus dem politischen Establishment kommen, da einen Durchmarsch zu machen, als wenn Sie repräsentative Systeme haben, wo Sie eine Partei hinter sich brauchen, um überhaupt eine Chance zu haben", so Müller-Vogg. Das beste politische Rezept sei einfach, eine gute Politik zu machen. Es könne also nicht schaden, wenn man in der Politik locker auftritt. "Das kommt bei den Leuten besser an, als wenn man nur verbiestert den Weltuntergang beschwört", sagte Müller-Vogg.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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