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Evonik wirbt für Nord Stream 2

Archivmeldung vom 17.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Evonik Firmensitz in Essen
Evonik Firmensitz in Essen

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Unmittelbar vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin an diesem Samstag in Meseberg wirbt der Chef des Chemie-Konzerns Evonik für das politisch hoch umstrittene Projekt Nord Stream. "Ich bin ein großer Befürworter der neuen Pipeline Nord Stream 2 aus Russland", sagte Christian Kullmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Gleichzeitig plädierte er aber auch dafür, die Versorgung mit Flüssiggas aus Amerika auszubauen. Nur so entstehe Wettbewerb zu Marktpreisen.

"Es wäre hochgradig falsch, uns von einem Lieferanten abhängig zu machen", warnte Kullmann. Nach dem Atomausstieg und dem absehbaren Kohleausstieg sei es für Deutschland von existenzieller Bedeutung, künftig eine sichere Grundversorgung garantieren zu können. "Und dazu brauchen wir Gas", sagte Kullmann. US-Präsident Donald Trump hatte den Bau von Nord Stream 2 wiederholt kritisiert und Deutschland aufgefordert, mehr Flüssiggas aus den Vereinigten Staaten zu importieren. Kritik übte Kullmann an der Zusammensetzung der Kohlekommission, die in der kommenden Woche wieder zusammen kommt. "Ich frage mich schon, warum kein Vertreter der energieintensiven, insbesondere der chemischen Industrie dazu eingeladen worden ist", sagte der Evonik-Chef.

"Stattdessen sitzt etwa Gerda Hasselfeldt in der Kommission, die Vorsitzende des Roten Kreuzes." Kullmann wirbt in der FAZ "eindringlich für ein stärker marktwirtschaftliches Verständnis beim Jahrhundertprojekt Energiewende". Allerdings mangele es dem Berliner Politikbetrieb zusehends an wirtschaftlicher Expertise. "Viele Politiker haben keine betriebliche Arbeitserfahrung mehr vorzuweisen", sagt der Manager. "Mit dem politischen Marketingsprech erreichen sie aber keine Belegschaften in den Unternehmen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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