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TGD-Chef sieht türkische Warnung an Touristen als Wahlkampfmanöver

Archivmeldung vom 06.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD)
Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD)

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Gökay Sofuoglu, betrachtet die jüngste Warnung des türkischen Innenministers Süleyman Soylu, wonach regimekritische Touristen im Land mit Verhaftung rechnen müssten, als Manöver vor den Kommunalwahlen Ende März.

Sofuoglu: "Man sieht, dass es in der Türkei Wahlen gibt. Dann sucht man nach heldenhaften Aussagen. Der türkische Innenminister hat jetzt so eine Aussage getätigt. Ich nehme das nicht so wortwörtlich", sagte Sofuoglu den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Motivation sei, dass die Regierungspartei AKP fürchte, die Wahlen sowohl in Ankara als auch in Istanbul zu verlieren. In Ankara liege der Oppositionskandidat für das Bürgermeisteramt laut jüngster Umfrage zehn Prozentpunkte vorn, so Sofuoglu weiter. Er mahnt zur Mäßigung: "Wenn alle Touristen verhaftet würden, die sich kritisch äußern, wäre das fatal", so der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutsch land weiter. Das könne sich die Türkei auch nicht leisten. "Ich rufe zur Entspannung auf. Die Türkei braucht Europa, und Europa braucht die Türkei", sagte Sofuoglu.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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