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Karzai bittet um deutsche Hilfe bei Gesprächen mit Tailban

Archivmeldung vom 23.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hamid Karzai Bild: de.wikipedia.org
Hamid Karzai Bild: de.wikipedia.org

Der afghanische Präsident Hamid Karzai hat Deutschland um erneute Hilfe bei der Vermittlung von Friedensgesprächen mit den Taliban gebeten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Bei einem Treffen mit Außenminister Guido Westerwelle am Rande der internationalen Geberkonferenz in Tokio Anfang Juli habe Karzai angeregt, dass Deutschland wie schon in den Jahren 2010 und 2011 als Vermittler bei der politischen Annäherung zwischen Kabul und den Islamisten aktiv werden solle.

Damals hatte der deutsche Sonderbeauftragte Michael Steiner erste Gespräche zwischen dem Taliban-Gesandten Tayyeb Agha, der als enger Vertrauter von Mullah Omar gilt, und US-Regierungsvertretern eingefädelt. Aus Sicht der afghanischen Regierung gilt Deutschland als neutraler Vermittler.

Top-Diplomat Steiner hatte unter strengster Geheimhaltung drei Treffen organisiert, die zwischen November 2010 und Mai 2011 stattfanden, etwa in einem BND-Gebäude bei München. Ende 2011 schien der diplomatische Drahtseilakt zu gelingen. Allerdings torpedierte Karzai selber eine Einigung durch öffentliche Kritik. Schließlich brachen die Taliban im März 2012 die Verhandlungen ab.

Steiner, mittlerweile Botschafter in Indien, hatte Karzai im Frühjahr 2012 in Kabul signalisiert, er halte einen zweiten deutschen Vermittlungsversuch für möglich, allerdings nicht vor der US-Präsidentenwahl im November. Die Bundesregierung lehnt öffentlich jeglichen Kommentar zu den Bemühungen ab. Westerwelle versicherte jedoch in Tokio, dass Berlin den Friedensprozess jederzeit unterstützen werde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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