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Frontex-Chef für Asylantrag-Anlaufstellen außerhalb der EU

Archivmeldung vom 11.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Der stellvertretende Chef der europäischen Grenzschutzagentur Frontex spricht sich dafür aus, Flüchtlingen bereits außerhalb Europas die Möglichkeit zu geben, Asylanträge zu stellen. "Sicher würden weniger Menschen versuchen, illegal einzureisen, wenn sie die Chance hätten, beispielsweise in speziellen Camps mit spezieller Beratung Gehör zu finden", sagte Gil Arias-Fernández im Interview mit dem "Handelsblatt". "Das würde sowohl unsere Mission wie auch die Mitgliedstaaten entlasten."

Im ersten Quartal 2015 hat die Agentur nach Auskunft des Spaniers bereits 60.300 illegale Grenzübertritte in die EU verzeichnet. Das seien dreimal mehr als im Vorjahresquartal. Für den Sommer warnte er vor einer neuerlichen Dramatik. "Die Erfahrung lehrt, dass es saisonale Höhepunkte gibt", sagte Arias-Fernández.

Trotz des wachsenden Migrationsdrucks sollte sich Europa aber nicht davon verabschieden, Menschen in Not Asyl zu gewähren. Geschätzte 80 Prozent der von Frontex auf dem See- und Landwege aufgegriffenen Flüchtlinge kämen aus Kriegs- und Krisengebieten. "Diese Menschen haben ein Anrecht darauf, dass man ihre Schutzwürdigkeit prüft", betonte der stellvertretende Frontex-Chef In dieser Woche will die EU-Kommission ihre Vorschläge für eine neue Migrationspolitik präsentieren.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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