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SPD fordert harte Haltung gegenüber Türkei

Archivmeldung vom 02.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Nils Schmid (2019)
Nils Schmid (2019)

Bild: Screenshot Youtube Video: "phoenix tagesgespräch mit Nils Schmid (SPD) am 19.06.19" / Eigenes Werk

Nach der Öffnung der türkischen Grenzen zur Europäischen Union sieht der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei auf der Kippe.

"Solange Erdogan die Flüchtlinge nicht wie vereinbart in der Türkei unterbringt, darf die EU die zweite Tranche der Milliardenhilfen nicht weiter auszahlen und keine Verhandlungen über eine dritte Tranche beginnen", sagte Schmid der "Welt". Das einzige, was die Lage schnell entschärfen könne, sei ein Waffenstillstand in Idlib. Dafür brauche es so schnell wie möglich einen Vierer-Gipfel zwischen Deutschland, Frankreich, Russland und der Türkei, so Schmid. Auf diplomatischen Druck setzt der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans. Den Konflikt löse man nicht mit mehr, sondern mit weniger Militär.

"Ein wichtiger Beitrag Europas dazu wäre es, den Druck auf die Konfliktparteien zu erhöhen, um die Lage zu deeskalieren, wie es Frankreich und Deutschland bereits begonnen haben", so Walter-Borjans. Luise Amtsberg, Sprecherin für Flüchtlingspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, sagte der "Welt": "Vier Jahre nach Inkrafttreten des EU-Türkei-Deals muss sich die Bundesregierung endlich eingestehen, dass der Versuch der Abschottung und der Auslagerung der eigenen Verantwortung an eine Regierung Erdogan von Anfang an fatal war und spätestens jetzt gescheitert ist."

Erdogan sei ein Akteur in einem neun Jahre andauernden "blutigen Krieg" und kein verlässlicher Partner in der Flüchtlingspolitik. "In der jetzigen Gemengelage die türkische Küstenwache massiv finanziell zu unterstützen, wie es die Bundesregierung tun möchte, ist verheerend", so die Grünen-Politikerin. Stattdessen gelte es, Griechenland zur Einhaltung des Grundsatzes der Nichtzurückweisung zu ermahnen und besonders schutzbedürftige Menschen direkt aufzunehmen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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