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Unbekanntes Objekt macht Südkoreas Armee nervös

Archivmeldung vom 27.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Südkorea: Eine bewachte Abzäunung einige Kilometer vor der demilitarisierten Zone
Südkorea: Eine bewachte Abzäunung einige Kilometer vor der demilitarisierten Zone

Foto: iGEL
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Wegen eines Zwischenfalls an der Grenze hat Südkorea seine Armee in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Nordkorea drohte am Mittwoch mit einem präventiven Nuklearschlag. Die südkoreanischen Militäreinheiten an der Grenze zu Nordkorea wurden vorübergehend in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Auslöser war ein „nicht identifiziertes Objekt“ an einem Grenzposten in Hwacheon 118 Kilometer nordöstlich von Seoul, wie die südkoreanische Agentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf einen Militärsprecher meldete, heißt es bei Radio "Stimme Russlands".

Weiter wird dort berichtet: "Ein südkoreanischer Grenzsoldat habe eine Handgranate auf das Objekt geworfen, hieß es. Als es sich herausstellte, dass es um keine militärische Invasion aus dem Norden geht, wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums Entwarnung gegeben.

Die nordkoreanische Führung erklärte unterdessen am Mittwoch, sie schließe einen präventiven Nuklearschlag gegen Südkorea und die USA nicht aus. Am Vortag hatte Nordkoreas Militärführung bekannt gegeben, die Armee werde in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt. Das betreffe insbesondere Artillerie- und Raketeneinheiten, hieß es. Als Ziele wurden dabei US-Militärstützpunkte auf Guam und auf Hawaii angegeben.

Die Führung in Pjöngjang verschärfte ihre Rhetorik nach den jüngsten südkoreanisch-amerikanischen Militärübungen. Die US-Regierung gab allerdings zu verstehen, sie wolle auf Nordkoreas militärische Drohungen nicht überreagieren. „Wir betrachten das als Teil eines Verhaltensmusters und werden darauf so reagieren, wie wir zuvor immer getan haben“, sagte Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses.

„Brutale Selbstmord-Methode“

Die russische Tageszeitung „Kommersant“ zitierte in ihrer Mittwochausgabe den Korea-Experten Konstantin Asmolow von russischen Fernost-Institut mit den Worten, der aktuellen Eskalation auf der Koreanischen Halbinsel seien scharfe Erklärungen der Regierungen in Seoul und Washington vorausgegangen. „Sie drohten, nicht nur unmittelbare Urheber nordkoreanischer Provokationen anzugreifen, sonder bei Bedarf auch die Militärspitze in Pjöngjang. Wenn es nun zu einem Schusswechsel im Grenzgebiet kommt, können die Südkoreaner mit Unterstützung von US-Drohnen eine Jagd auf Kim Jong Un starten“, so Asmolow.

Trotz der gegenseitigen Drohungen erwartet Asmolow keinen Krieg zwischen Nord- und Südkorea: „Nordkorea wird keinen Erstschlag wagen. Dort begreift man, dass dies einer besonders brutalen Selbstmord-Methode gleichkäme“. Nordkorea habe zwar die zahlenmäßig vierstärkste Armee der Welt, der südkoreanische Militäretat sei aber 25-mal größer. Außerdem werde Amerika im Kriegsfall seinem Verbündeten helfen, so der Experte.

Skepsis über Vertrauenspolitik

Südkoreas neue Präsidentin Park Geun Hye hatte den Aufbau von Vertrauen mit dem nördlichen Anrainer als Schwerpunkt ihrer Außenpolitik bezeichnet. Nun sagte Park am Mittwoch laut Yonhap: „Die Nordkorea-Politik der neuen Regierung wird mit dem Ziel gestaltet, Frieden zu etablieren und Grundlagen für Wiedervereinigung zu schaffen (…) Wir werden einen Ziegelstein nach dem anderen legen. Auf Vertrauensbasis werden wir die Beziehungen zwischen Süden und Norden Schritt für Schritt aufbauen müssen“.

Asmolow ist jedoch skeptisch. Er sagte dem russischen Blatt, die Anhänger des bisherigen Präsidenten Lee Myung Bak hätten nach wie vor die wichtigsten Ämter in Seoul inne: „Lee hat eine maximal harte Politik gegenüber Nordkorea betrieben. Nun werden diese Menschen versuchen, um jeden Preis an der Macht zu bleiben. Eine nordkoreanische Provokation würde ihnen nützen, denn dann wird Frau Park gezwungen sein, den früheren Kurs wieder einzuschlagen“."

Quelle: „Stimme Russlands"

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