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IWF will Strauss-Kahn-Nachfolger bis Ende Juni bestimmen

Archivmeldung vom 21.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hauptsitz des IWF  Bild: International Monetary Fund
Hauptsitz des IWF Bild: International Monetary Fund

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will bis zum 30. Juni einen Nachfolger für den zurückgetretenen Chef Dominique Strauss-Kahn finden. Wie der IWF in der Nacht zum Samstag mitteilte, können bereits ab Montag Kandidaten für den Posten nominiert werden, die Bewerbungsphase laufe bis zum 10. Juni. Bis Ende Juni sollen dann die Auswahlprozesse abgeschlossen sein. Auch die Bedingungen für eine Kandidatur setzte der IWF fest.

Der neue Direktor soll aus einem der Mitgliedsländer stammen, über weitreichende Erfahrungen in der Gestaltung der Wirtschaftspolitik haben und auch über tiefgreifende diplomatische Fähigkeiten verfügen. Als Favoritin für den Posten gilt derzeit die französische Finanzministerin Christine Lagarde. Allerdings haben auch Schwellenländer wie Indien oder China ihren Anspruch angemeldet.

Unterdessen wurde Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn, der unter dem Verdacht der versuchten Vergewaltigung steht, unter strengen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Bis zum Prozessbeginn wird der 62-jährige Franzose unter Hausarrest stehen.

EU-Kommissar Barnier will schnelle Nominierung eines Europäers

EU-Kommissar Michel Barnier hat die Regierungen der Europäischen Union zu einer raschen Einigung über den Kandidaten für die Nachfolge des ehemaligen Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominik Strauss-Kahn, aufgerufen. "Es ist ganz wichtig, dass die Europäer so schnell wie möglich einen gemeinsamen Kandidaten für den Chefposten des IWF vorschlagen", sagte Barnier der Tageszeitung "Die Welt". Der Kandidat müsse für die Amerikaner und für die Schwellenländer akzeptabel sein. "Das sollte nicht so schwer sein", fügte der französische Ex-Außenminister hinzu.

Schäuble appelliert an Europa sich auf Nominierung der Französin Lagarde als IWF-Chefin zu verständigen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat an die übrigen europäischen IWF-Mitglieder appelliert, sich auf die Französin Christine Lagarde als Nachfolgerin des zurückgetretenen IWF-Direktors Dominique Strauss-Kahn zu verständigen. In einem Interview mit "Bild am Sonntag" sagte Schäuble: "Mit Christine Lagarde, so sie sich dann entscheidet zu kandidieren, hätte Europa beste Chancen, den Posten wieder zu besetzen. Entscheidend ist jetzt aber vor allem, dass Europa in dieser Frage mit einer Stimme spricht". Schäuble lobte die Qualifikationen seiner französischen Amtskollegin: "Christine Lagarde ist in der Sache und als Person hervorragend geeignet. Sie wird in der gesamten Finanzwelt überaus respektiert und geschätzt." Schäuble bekräftigte den Anspruch der Europäer auf den Posten des IWF-Direktors: "Wir brauchen eine starke Persönlichkeit an der Spitze des IWF und zwar einen Europäer oder eine Europäerin. Ein Amerikaner leitet traditionell die Weltbank, ein Europäer den IWF. Die USA und Europa zahlen schließlich mit weitem Abstand den größten Teil der Beiträge. Das ist wie in jeder Aktiengesellschaft: Wer die Mehrheit der Anteile besitzt, stellt den Aufsichtsratsvorsitzenden."

Schäuble drängte auf eine rasche Lösung, um die Handlungsfähigkeit des IWF nicht zu gefährden: "Die Entscheidung muss jetzt zügig getroffen werden - innerhalb der nächsten Wochen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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