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Bundesbankpräsident will Italien helfen

Archivmeldung vom 01.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Gerd Altmann/all-silhouettes.com  / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/all-silhouettes.com / pixelio.de

Bundesbankpräsident Jens Weidmann spricht sich dafür aus, finanzschwache Länder wie Italien in der Coronakrise zu stützen. "Solidarität ist wichtig, auch auf europäischer Ebene. Die Notenbanken können einen wichtigen Beitrag leisten, die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzufedern", sagte Weidmann der Wochenzeitung "Die Zeit".

Sie hätten aber ein spezielles, geldpolitisches Mandat, "und die Politik sollte dadurch nicht aus der Verantwortung entlassen werden". Konkret spricht sich Weidmann dafür aus, die Hilfen über den Rettungsfonds ESM und nicht über die Ausgabe gemeinsamer Anleihen zu organisieren. "Euro-Bonds sehe ich weiterhin skeptisch. Ein Weg könnte aber eine Kreditlinie des ESM sein. Die wirtschaftspolitischen Auflagen wären dabei nicht so streng ausgestaltet wie bei klassischen Hilfskrediten", sagte er. Vergangene Woche war es in einer Videokonferenz zwischen den Staat- und Regierungschefs der EU zum Streit über die Verteilung der Krisenkosten gekommen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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