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Röttgen: Sanktionen gegen Russland wirken

Archivmeldung vom 04.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Norbert Röttgen (2012)
Norbert Röttgen (2012)

Foto: Wolfgang Henry
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), ist von der Wirkung der Sanktionen gegen Russland überzeugt. "Die Sanktionen wirken ohne Zweifel, aber natürlich nicht sofort und unmittelbar", schreibt Röttgen in einem Gastbeitrag für die "Rheinische Post".

Die russische Wirtschaft befinde sich in einer Rezession, der Rubel verfalle, was Importe verteuere, der Abfluss ausländischen Kapitals sei enorm. "Russland ist außerdem von seinen Öl- und Gasexporten abhängig und Europa ist Russlands wichtigster Abnehmer." Röttgen betonte die Notwendigkeit von Sanktionen: "Diese Krise lehrt uns, dass wir außenpolitische Interessen nicht hinter kurzfristige wirtschaftliche Erwägungen stellen dürfen, sondern wir müssen das langfristige Ziel der Stabilität verfolgen."

Total-Chef de Margerie: Sanktionen gegen Russland sind "ein Irrweg"

Der Chef des französischen Energiekonzerns Total, Christophe de Margerie, hat angesichts der Zuspitzung der Ukraine-Krise vor weiteren Sanktionen gegen Russland gewarnt: "Sanktionen sind ein Irrweg", sagte de Margerie der "Süddeutschen Zeitung". "Wir dürfen uns nicht einreden lassen, Russland sei ein Feind - obwohl unsere Energieversorgung großteils von diesem Nachbarn abhängt", sagte der Chef des größten französischen Industriekonzerns. "Wenn die Amerikaner aus historischen Gründen oder aus innenpolitischen Motiven den Konflikt schüren wollen, ist das ihre Entscheidung. Wir Europäer müssen diese Krise anders lösen, ohne Schwarz-Weiß-Malerei." Er persönlich glaube nicht, "dass es Präsident Putins Plan ist, sich die Ukraine einzuverleiben".

Nur einen Tag vor dem deutsch-französischen Unternehmertreffen in Evian forderte de Margerie zudem Deutschland auf, die Reformanstrengungen der neuen französischen Regierung stärker zu unterstützen: "Es hilft uns nicht, wenn die Deutschen uns jeden Tag heruntermachen", sagte der Total-Chef. "Wir sollten vielmehr noch enger zusammenarbeiten, denn wir haben Besseres zu tun, als uns nur gegenseitig zu kritisieren."

De Margerie lobte zugleich die Reformpläne der neuen Regierung in Paris: "Frankreich hat keine Wahl mehr, wir müssen den Stier bei den Hörnern packen. Die neue Regierung, die der Präsident vorige Woche ernannt hat, hat zugesagt, das zu tun." Frankreich müsse sich dabei auch von seiner "selbstzerstörerischen Lust" verabschieden: "Wir reden uns selber klein, da müssen die Deutschen oder andere gar nicht mehr viel drauflegen. Dieser Defätismus ist eine fürchterliche Haltung."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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