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Nach Brüsseler Anschlägen: Die 12 schlimmste Fehler belgischer Behörden

Archivmeldung vom 29.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Terroranschläge am 22. März 2016 in Brüssel
Terroranschläge am 22. März 2016 in Brüssel

Foto: Rauletemunoz
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Brüsseler Terroranschläge und ihre Folgen haben Belgiens Fehlschläge beim Umgang mit hausgemachten Terroristen an den Tag gelegt. Die Zeitung „Politico“ nimmt in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag die schlimmsten Fehler der belgischen Behörden unter die Lupe.

Weiter heißt es auf der Webseite der deutschen Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik": "Einer der Fehler der belgischen Behörden ist laut „Politico“ die unterlassene Reaktion auf die Warnungen aus der Türkei über einen der Selbstmordattentäter am Brüsseler Flughafen, Brahim el-Bakraoui.

Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mitgeteilt, dass einer der Attentäter von Brüssel im Juni 2015 an der syrisch-türkischen Grenze gefasst und im selben Monat nach Brüssel abgeschoben worden sei. Der Autor betont zudem die fehlende verhältnismäßige Kontrolle der nach Syrien ausreisenden radikalisierten Bürger.

Das Blatt kritisiert zudem das gültige Verbot für Hausdurchsuchungen zwischen neun Uhr abends und fünf Uhr morgens und die Unterfinanzierung der Polizei in der Gemeinde Molenbeek – laut „Politico“ bekommt die dortige Polizei das wenigste Geld in der Stadt. Es gebe auch zu wenige Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen, was die Suche nach Terrorverdächtigen erschwere.

Eine Rolle habe auch die Untätigkeit der Bürgermeisterin von Molenbeek, Françoise Schepmans, in Bezug auf Zeichen der Radikalisierung unter muslimischen Jugendlichen gespielt. Einen Monat vor den Anschlägen von Paris habe Schepmans laut der „New York Times“ (NYT) von den belgischen Sicherheitskräften eine Liste mit mehr als 80 vermutlichen Islamisten erhalten, die in ihrer Gemeinde wohnten.

„Was hätte ich mit ihnen denn tun sollen?“, sagte sie gegenüber NYT. Dies sei die Aufgabe der belgischen Polizei.

Ein weiterer Fehler sei der mangelnde Datenaustausch zwischen den Justizbehörden gewesen. Ein Polizist vor Ort habe den Hinweis, der direkt zum Hauptverdächtigten der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, führte, drei Monate lang nicht weitergeleitet.

Zudem habe man einen „falschen“ Verdächtigen gefasst und dann wieder freigelassen. Die Verwirrung bei den Behörden über die terroristischen Hintergründe der Verdächtigen sei offensichtlich: Unmittelbar nach den Anschlägen in Brüssel wurde gesagt, die Brüder Khalid und Brahim el-Bakraoui seien der belgischen Polizei bekannt gewesen. Die Ordnungshüter hätten jedoch keine Informationen über ihre terroristischen Verbindungen gehabt."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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